Saatgutverordnung – SaatV

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(Fundstelle: BGBl. I 2006, 372 - 384;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)



Anforderungen an die Beschaffenheit des Saatgutes

                               
1  Getreide                          
1.1 Reinheit, Keimfähigkeit und Gehalt an Feuchtigkeit                    
                               
    Art  


Kategorie
   (B = Basissaat-
           gut
    Z = Zertifiziertes
           Saatgut
Z-1 = Zertifiziertes
           Saatgut
           erster
           Generation
 


Mindest-
keimfähigkeit
 


Höchstgehalt
an
Feuchtigkeit
 


Technische
Mindest-
reinheit
Höchstbesatz mit anderen Pflanzenarten in einem Probenteil nach Spalte 121)  

Gewicht des
Probenteils
für die
Prüfung nach
den Spalten
6 bis 11
 

Sonstige Anfor-
derungen
     

insgesamt
innerhalb der Menge
nach Spalte 6
innerhalb der Menge
nach Spalte 8
     
andere
Getreide-
arten
 
andere
Arten als
Getreide
 
Hederich
und Korn-
rade
zusammen
 
Flughafer
und Flug-
hafer-
bastarde
 

Taumel-
lolch
   
     Z-2 = Zertifiziertes
           Saatgut
           zweiter
           Generation)
(v. H. der reinen Körner) (v. H.) (v. H. des Gewichts) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (g)  
    1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
  1.1.1 Nackthafer, Hafer, Rauhafer   B 85 162) 99 4 13) 3 1 0 0 500 -
        Z-1 856) 162) 98 6 3 4 3 0 0 500 -
        Z-2 856) 162) 98 10 7 7 3 0 0 500 -
  1.1.2 Gerste   B 92 162) 99 4 13) 3 1 0 0 500  5)
        Z-1 926) 162) 98 6 3 4 3 0 0 500  5)8)
        Z-2 856) 162) 98 10 7 7 3 0 0 500  5)
  1.1.3 Roggen   B 85 152) 98 4 13) 3 1 0 0 500 -
        Z 85 152) 98 6 3 4 3 0 0 500 -
  1.1.4 Triticale   B 85 162) 98 4 13) 3 1 0 0 500 -
        Z-1 85 162) 98 6 3 4 3 0 0 500 -
        Z-2 80 162) 98 10 7 7 3 0 0 500 -
  1.1.5 Weichweizen,
  B 927) 162) 99 4 13) 3 1 0 0 500 -
    Hartweizen, Spelz   Z-1 927) 162) 98 6 3 4 3 0 0 500  8)
        Z-2 85 162) 98 10 7 7 3 0 0 500 -
  1.1.6 Mais   B 90 14 98 0 0 0 0 0 0 1 0004) -
        Z 90 14 98 0 0 0 0 0 0 1 000 -
  1.1.7 Sorghum   B 80 14 98 0 0 0 0 0 0 900 -
        Z 80 14 98 0 0 0 0 0 0 900 -
    Sudangras   B 80 14 98 0 0 0 0 0 0 250 -
        Z 80 14 98 0 0 0 0 0 0 250 -
    Hybriden aus der Kreuzung von Sorghum x Sudangras   B 80 14 98 0 0 0 0 0 0 300 -
        Z 80 14 98 0 0 0 0 0 0 300 -
 
1) Die Anforderungen an den Höchstbesatz mit Samen anderer Pflanzenarten müssen nur in Bezug auf solche Arten erfüllt sein, die sich an samendiagnostischen Merkmalen eindeutig von dem zu untersuchenden Saatgut unterscheiden lassen. Der Besatz mit anderen Sorten derselben Art darf, soweit es an äußerlich erkennbaren Merkmalen des Saatgutes feststellbar ist, in einem Probenteil nach Spalte 12 bei Basissaatgut 10, bei Zertifiziertem Saatgut 30 und bei Zertifiziertem Saatgut zweiter Generation 100 Körner nicht überschreiten; dies gilt auch für die Fluoreszenz bei Hafer. Ergibt sich bei der Beschaffenheitsprüfung ein Verdacht auf Besatz mit Körnern anderer Sorten derselben Art, kann diese Feststellung auch anhand weiterer Merkmale erfolgen.
2) Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.
3) Ein weiteres Korn gilt nicht als Unreinheit, wenn eine weitere Teilprobe von 500 g Gewicht frei ist.
4) Bei Inzuchtlinien 250 g.
5) In 100 Körnern höchstens 5 Körner, deren Grannenlänge die halbe Kornlänge übertrifft.
6) Für Sorten von Nackthafer und Nacktgerste beträgt die Mindestkeimfähigkeit 75 v. H. der reinen Körner.
7) Für Sorten von Hartweizen beträgt die Mindestkeimfähigkeit 85 v. H. der reinen Körner.
8) Die Sortenreinheit des Zertifizierten Saatgutes von CMS-Hybridsorten von Gerste, Weichweizen, Hartweizen und Spelzweizen beträgt 85 v. H. Die Kontrolle der Sortenreinheit erfolgt in der Nachprüfung. Die Anforderungen an CMS-Hybridsorten von Weichweizen, Hartweizen und Spelzweizen gelten bis zum Ablauf des 31. August 2029.

 
1.2 Saatgut von Getreide darf bei der Prüfung nach § 12 Abs. 1 Satz 2 keinen Besatz mit Flughafer in 3 kg aufweisen; die Größe der Probe ermäßigt sich auf 1 kg, wenn bei der Prüfung des Feldbestandes festgestellt worden ist, dass dieser frei von Flughafer ist.
1.3 Gesundheitszustand
1.3.1 Das Saatgut darf nicht von lebenden Schadinsekten oder lebenden Milben befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergeben hat.
1.3.2 An Mutterkorn (Claviceps purpurea) dürfen in einer Probenmenge nach Nummer 1.1 Spalte 12 nicht mehr als folgende Stücke oder Bruchstücke enthalten sein:
1.3.2.1 bei Basissaatgut 1                    
1.3.2.2 bei Zertifiziertem Saatgut                      
1.3.2.2.1 von Hybridsorten von Roggen 41)                    
1.3.2.2.2 außer Hybridsorten von Roggen 3                    
1.3.3 An Brandkrankheiten darf das Saatgut Brandbutten oder größere Mengen von Brandsporen nur dann enthalten, wenn geeignete Bekämpfungsmaßnahmen sichergestellt sind.
1.3.4 Das Saatgut darf nicht in größerem Ausmaß von anderen parasitischen Pilzen als Mutterkorn oder Brandkrankheiten oder von parasitischen Bakterien befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergeben hat.
 
1) Eine weitere Sklerotie oder ein weiteres Bruchstück gilt nicht als Unreinheit, wenn eine weitere Teilprobe von 500 g nicht mehr als 4 Sklerotien oder Bruchstücke von Sklerotien enthält.

                                       
2  Gräser                                  
2.1 Reinheit, Keimfähigkeit und Gehalt an Feuchtigkeit                          
                                       
  Art  

Kategorie
   (B = Basis-
           saatgut
    Z = Zerti-
           fiziertes
           Saatgut)
 

Mindest-
keimfähig-
keit
 

Höchstge-
halt
an
Feuchtig-
keit1)
 

Technische
Mindest-
reinheit
Höchstbesatz mit anderen Pflanzenarten2)  

Gewicht des
Probenteils für die Prüfung nach den Spal-
ten 10 bis 15
 

Sons- tige An- forde- rungen
  bezogen auf das Gewicht in einem Probenteil nach Spalte 16
innerhalb einer Menge nach Spalte 6
   





insge-
samt
innerhalb einer Menge
nach Spalte 6
 

eine ein- zelne Art
abweichend von Spalte 7 oder 10
   

eine ein-
zel- ne Art
abweichend
von Spalte 7
 



Quecke
 

Acker- fuchs- schwanz
 

Flughafer und Flug- hafer- bastarde
 

Seide
und
Kreuzkraut3)
 

Ampfer außer Kl. Sauer- ampfer und Strand- ampfer
   


Quecke
 

Acker- fuchs- schwanz
 
    (v. H. der reinen Körner) (v. H.) (v. H. des Gewichts) (v. H.) (v. H.) (v. H.) (v. H.) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (g)  
  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
2.1.1 Weißes Straußgras   B 80 14 90 0,3       20 1 1 0 0 1 5  
        Z 80 14 90 2,0 1,0 0,3 0,3       0 012) 23) 5  
2.1.2 Sonstige Straußgräser   B 75 14 90 0,3       20 1 1 0 0 1 5  
        Z 75 14 90 2,0 1,0 0,3 0,3       0 012) 23) 5  
2.1.3 Wiesenfuchsschwanz   B 70 14 75 0,3       206) 5 5 0 0 2 30  
        Z 70 14 75 2,5 1,07) 0,3 0,3       0 012) 53) 30  
2.1.4 Glatthafer   B 75 14 90 0,3       206) 5 5 0 0 2 80  
        Z 75 14 90 3,0 1,07) 0,5 0,3       010) 012) 53) 80  
2.1.5 Knaulgras   B 80 14 90 0,3       206) 5 5 0 0 2 30  
        Z 80 14 90 1,5 1,0 0,3 0,3       0 012) 53) 30  
2.1.6 Rohrschwingel   B 80 14 95 0,3       206) 5 5 0 0 2 50  
        Z 80 14 95 1,5 1,0 0,5 0,3       0 012) 53) 50  
2.1.7 Haar-Schafschwingel, Schafschwingel, Raublättriger Schafschwingel   B 75 14 85 0,3       206) 5 5 0 0 2 30  
        Z 75 14 85 2,0 1,0 0,5 0,3       0 012) 53) 30  
2.1.8 Wiesenschwingel   B 80 14 95 0,3       206) 5 5 0 0 2 50  
        Z 80 14 95 1,5 1,0 0,5 0,3       0 012) 53) 50  
2.1.9 Rotschwingel   B 75 14 90 0,3       206) 5 5 0 0 2 30  
        Z 75 14 90 1,5 1,0 0,5 0,3       0 012) 53) 30  
2.1.10 Deutsches Weidelgras   B 80 14 96 0,3       206) 5 5 0 0 2 60  
        Z 80 14 96 1,5 1,0 0,5 0,3       0 012) 53) 60  
2.1.11 sonstige Weidelgräser,   B 75 14 96 0,3       206) 5 5 0 0 2 60  
  Festulolium   Z 75 14 96 1,5 1,0 0,5 0,3       0 012) 53) 60  
2.1.12 Lieschgräser   B 80 14 96 0,3       20 1 1 0 0 2 10  
        Z 80 14 96 1,5 1,0 0,3 0,3       0 012) 5 10  
2.1.13 Hainrispe,   B 75 14 85 0,3       208) 1 1 0 0 1 5  
  Gemeine Rispe   Z 75 14 85 2,04) 1,04) 0,3 0,3       0 012) 23) 5  
2.1.14 Sumpfrispe,   B 75 14 85 0,3       208) 1 1 0 0 1 5  
  Wiesenrispe   Z 75 14 85 2,04) 1,04) 0,3 0,3       0 012) 23) 5  
2.1.15 Goldhafer   B 70 14 75 0,3       209) 1 1 0 0 1 5  
        Z 70 14 75 3,0 1,07) 0,3 0,3       011) 012) 23) 5  
 
1) Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.
2) Die Anforderungen an den Höchstbesatz mit Samen anderer Pflanzenarten müssen nur in Bezug auf solche Arten erfüllt sein, die sich an samendiagnostischen Merkmalen eindeutig von dem zu untersuchenden Saatgut unterscheiden lassen. Der Besatz mit anderen Sorten derselben Art darf, soweit es an äußerlich erkennbaren Merkmalen des Saatgutes feststellbar ist, bei Basissaatgut und Zertifiziertem Saatgut den in Spalte 6 jeweils angegebenen Höchstwert nicht überschreiten. Ergibt sich bei der Beschaffenheitsprüfung ein Verdacht auf Besatz mit Körnern anderer Sorten derselben Art, kann diese Feststellung auch anhand weiterer Merkmale erfolgen.
3) Die zahlenmäßige Bestimmung wird nur durchgeführt, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung des Saatgutes der Verdacht auf Besatz ergibt.
4) Ein Höchstbesatz von 0,8 v. H. des Gewichts an Körnern anderer Rispenarten gilt nicht als Unreinheit.
5) (weggefallen)
6) Ein Höchstbesatz von 80 Körnern von Rispenarten, die unter das Saatgutverkehrsgesetz fallen, gilt nicht als Unreinheit.
7) Der Höchstwert gilt nicht für Körner von Rispenarten.
8) Gilt nicht für den Besatz mit anderen Rispenarten; der Höchstbesatz mit anderen Rispenarten als der zu untersuchenden Art überschreitet nicht 1 Korn in 500 Körnern.
9) Ein Höchstbesatz von 20 Körnern von Rispenarten, die unter das Saatgutverkehrsgesetz fallen, gilt nicht als Unreinheit.
10) Zwei Körner gelten nicht als Unreinheit, wenn ein weiterer Probenteil nach Spalte 16 frei ist.
11) Ein Korn gilt nicht als Unreinheit, wenn ein weiterer Probenteil mit dem Doppelten des Gewichts nach Spalte 16 frei ist.
12) Ein Korn gilt nicht als Unreinheit, wenn ein weiterer Probenteil mit dem Gewicht nach Spalte 16 frei ist.

2.2 Gesundheitszustand
2.2.1 Das Saatgut darf nicht von lebenden Schadinsekten oder lebenden Milben befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
2.2.2 Gallen von Samenälchen (Anguina spp.) dürfen in Basissaatgut nicht vorhanden sein.
2.2.3 Das Saatgut darf nicht von parasitischen Pilzen oder von parasitischen Bakterien in größerem Ausmaß befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
                                       
3  Leguminosen                              
3.1 Reinheit, Keimfähigkeit und Gehalt an Feuchtigkeit                          
                                       
  Art  

Kategorie
   (B = Basissaatgut
    Z = Zertifiziertes
           Saatgut)
Z-1 = Zertifiziertes
           Saatgut
           erster
           Generation
Z-2 = Zertifiziertes
           Saatgut
           zweiter
           Generation
    H = Handels-
           saatgut)
 


Mindest-
keim-
fähigkeit
1)2)
 

Höchst-
anteil
an
hart-
schaligen
Körnern
 

Höchst-
gehalt
an
Feuchtig-
keit3)
 


Techni-
sche
Mindest-
reinheit
Höchstbesatz mit anderen Pflanzenarten4)  

Gewicht
des
Probenteils
für die
Prüfung
nach
den
Spalten
10 bis 14
 



Sons-
stige
An-
forde-
rungen
  bezogen auf das Gewicht in einem Probenteil nach Spalte 15
innerhalb der Menge nach Spalte 7
   






insge-
samt
innerhalb der Menge
nach Spalte 7
 



eine ein- zelne Art
abweichend von Spalte 8 oder 10
   

eine ein-
zelne
Art
 

abwei-
chend
von
Spalte 8
Steinklee
 


Steinklee
 
Flughafer
und
Flughafer-
bastarde
 


Seide
und
Kreuzkraut
 
Ampfer
außer
Kleinem
Sauer-
ampfer
und
Strand-
ampfer
 
 
  (v. H. der reinen Körner) (v. H.) (v. H.) (v. H. des Gewichts) (v. H.)  (v. H.) (v. H.) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (g)  
  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
3.1.0 Geißraute   B 60 40 12 97 0,3       20 07) 0 09) 2 200  
        Z 60 40 12 97 2,0 1,5 0,3     0 09)10) 108) 200  
3.1.1 Hornklee   B 75 40 12 95 0,3     20 07) 0 09) 2 30  
        Z 75 40 12 95 1,85) 1,05) 0,3     0 09)10) 5 30  
3.1.2 Weiße Lupine,   B 80 20 16 98 0,3     20 08) 08) 08) 2 1 000  11)12)
  Gelbe Lupine   Z-1, Z-2 80 20 16 98 0,56) 0,36) 0,3     08) 08) 58) 1 000  12)13)
3.1.3 Blaue Lupine, Schmalblättrige Lupine   B 75 20 16 98 0,3     20 08) 08) 08) 2 1 000  11)12)
        Z-1, Z-2 75 20 16 98 0,56) 0,36) 0,3     08) 08) 58) 1 000  12)13)
3.1.4 Gelbklee   B 80 20 12 97 0,3     20 07) 0 09) 2 50  
        Z 80 20 12 97 1,5 1,0 0,3     0 09)10) 5 50  
3.1.5 Bastardluzerne, Sandluzerne   B 80 40 12 97 0,3     20 07) 0 09) 2 50  
        Z 80 40 12 97 1,5 1,0 0,3     0 09)10) 5 50  
3.1.5a Blaue Luzerne   B 80 40 12 97 0,3     20 07) 0 09) 2 50  
         Z-1, Z-2 80 40 12 97 1,5 1,0 0,3     0 09)10) 5 50  
3.1.6 Esparsette   B 75 20 12 95 0,3     20 08) 0 08) 2} 600 (Früchte)
      Z 75 20 12 95 2,5 1,0 0,3     0 08) 5} 400 (Samen)
      H 75 20 12 95 3,5 2,0 0,3     0 08) 5}    
3.1.7 Futtererbse   B 80 - 16 98 0,3     20 08) 0 08) 2 1 000  
      Z-1, Z-2 80 - 16 98 0,5 0,3 0,3     0 08) 58) 1 000  
3.1.8 Alexandriner Klee   B 80 20 12 97 0,3     20 07) 0 09) 2 60  
      Z 80 20 12 97 1,5 1,0 0,3     0 09)10) 5 60  
3.1.9 Schwedenklee   B 80 20 12 97 0,3     20 07) 0 09) 2 20  
      Z 80 20 12 97 1,5 1,0 0,3     0 09)10) 5 20  
3.1.10 Inkarnatklee   B 75 20 12 97 0,3     20 07) 0 09) 2 80  
      Z 75 20 12 97 1,5 1,0 0,3     0 09)10) 5 80  
3.1.11 Rotklee   B 80 20 12 97 0,3     20 07) 0 09) 2 50  
      Z 80 20 12 97 1,5 1,0 0,3     0 09)10) 5 50  
3.1.12 Weißklee   B 80 40 12 97 0,3     20 07) 0 09) 2 20  
      Z 80 40 12 97 1,5 1,0 0,3     0 09)10) 5 20  
3.1.13 Persischer Klee   B 80 20 12 97 0,3     20 07) 0 09) 2 20  
      Z 80 20 12 97 1,5 1,0 0,3     0 09)10) 5 20  
3.1.14 Ackerbohne   B 80 5 16 98 0,3     20 08) 0 08) 2 1 000  
      Z-1, Z-2 80 5 16 98 0,5 0,3 0,3     0 08) 58) 1 000  
3.1.15 Pannonische Wicke,   B 85 20 16 98 0,3     20 08) 08) 08) 2 1 000  
  Saatwicke   Z-1, Z-2 85 20 16 98 1,06) 0,56) 0,3     08) 08) 58) 1 000  
        H 85 20 16 97 2,06) 1,56) 0,3     08) 08) 58) 1 000  
3.1.16 Zottelwicke   B 85 20 16 98 0,3     20 08) 08) 08) 2 1 000  
        Z-1, Z-2 85 20 16 98 1,06) 0,56) 0,3     08) 08) 58) 1 000  
 
1) Alle frischen und gesunden, nach Vorbehandlung nicht gekeimten Körner gelten als gekeimt.
2) Hartschalige Körner gelten bis zu dem Höchstanteil nach Spalte 4 als keimfähige Körner.
3) Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergeben hat, dass der Höchstwert überschritten ist.
4) Die Anforderungen an den Höchstbesatz mit Samen anderer Pflanzenarten müssen nur in Bezug auf solche Arten erfüllt sein, die sich an samendiagnostischen Merkmalen eindeutig von dem zu untersuchenden Saatgut unterscheiden lassen. Der Besatz mit anderen Sorten derselben Art darf, soweit es an äußerlich erkennbaren Merkmalen des Saatgutes feststellbar ist, bei Basissaatgut, Zertifiziertem Saatgut und Zertifiziertem Saatgut zweiter Generation den in Spalte 7 jeweils angegebenen Höchstwert nicht überschreiten. Bei Zertifiziertem Saatgut und Zertifiziertem Saatgut zweiter Generation von Ackerbohnen beträgt dieser Höchstwert 1 v. H. Ergibt sich bei der Beschaffenheitsprüfung ein Verdacht auf Besatz mit Körnern anderer Sorten derselben Art, kann diese Feststellung auch anhand weiterer Merkmale erfolgen.
5) Ein Höchstbesatz von 1 v. H. des Gewichtes an Körnern von Rotklee gilt nicht als Unreinheit.
6) Ein Höchstbesatz von 0,5 v. H. des Gewichtes an Körnern von Weißer Lupine, Blauer Lupine, Schmalblättrige Lupine, Gelber Lupine, Futtererbse, Ackerbohne, Pannonischer Wicke, Saatwicke oder Zottelwicke – außer der jeweils betroffenen Art – gilt nicht als Unreinheit; bei Handelssaatgut von Pannonischer Wicke und von Saatwicke gilt ein Höchstbesatz von 6 v. H. des Gewichtes an Körnern von Pannonischer Wicke, Zottelwicke oder verwandter Kulturpflanzenarten – außer der jeweils betroffenen Art – nicht als Unreinheit.
7) Ein Korn gilt nicht als Unreinheit, wenn ein weiterer Probenteil mit dem Doppelten des Gewichtes nach Spalte 15 frei ist.
8) Die zahlenmäßige Bestimmung wird nur durchgeführt, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung des Saatgutes der Verdacht auf Besatz ergibt.
9) Der Höchstbesatz an Seide bezieht sich auf einen Probenteil mit dem Doppelten des Gewichtes nach Spalte 15; dies gilt nicht für Saatgut, das ausschließlich im Inland oder in Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden oder dem Vereinigten Königreich aufgewachsen ist.
10) Ein Korn gilt nicht als Unreinheit, wenn ein weiterer Probenteil mit dem Vierfachen des Gewichtes nach Spalte 15 frei ist.
11) Bei bitterstoffarmen Lupinen darf in 100 Körnern höchstens 1 bitteres Korn enthalten sein.
12) In 100 Körnern dürfen an Körnern anderer Farbe höchstens 1 Korn bei bitterstoffarmen Lupinen, 2 Körner bei anderen Lupinen enthalten sein.
13) Bei bitterstoffarmen Lupinen dürfen in 200 Körnern höchstens 5 bittere Körner enthalten sein.

3.2 Gesundheitszustand
3.2.1 Das Saatgut darf nicht von lebenden Schadinsekten befallen sein. Bei Saatgut von großkörnigen Leguminosen gilt ein lebender Samenkäfer der Gattung Bruchus nicht als Befall.
3.2.2 Das Saatgut darf nicht von lebenden Milben befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
3.2.3 Von Stengelälchen (Ditylenchus dipasaci), parasitischen Pilzen oder von parasitischen Bakterien darf Saatgut nicht in größerem Ausmaß befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt; bei Ackerbohne und Futtererbse ist ein größeres Ausmaß hinsichtlich des Befalls mit Stengelälchen gegeben, wenn in 300 Körnern mehr als 5 Stengelälchen nachgewiesen werden.
3.2.4 Das Saatgut von Medicago sativa L. muss frei sein von Clavibacter michiganensis und von Ditylenchus dipsaci.
                                     
4  Sonstige Futterpflanzen                            
4.1 Reinheit, Keimfähigkeit und Gehalt an Feuchtigkeit                        
                                     
  Art  

Kategorie
   (B = Basis-
           saatgut
    Z = Zerti-
           fiziertes
           Saatgut)    
 

Mindest-
keim-
fähigkeit
 

Höchstge-
halt
an
Feuchtig-
keit1)
 

Technische
Mindest-
reinheit
Höchstbesatz mit anderen Pflanzenarten2)  

Gewicht
des
Probenteils
für die
Prüfung
nach
den Spalten
10 bis 13
 

Sons-
stige
An-
forde-
rungen
  bezogen auf das Gewicht in einem Probenteil nach Spalte 14
innerhalb der Menge nach Spalte 6
   





insge-
samt
innerhalb einer Menge
nach Spalte 6
 


eine ein- zelne Art
abweichend von Spalte 7 oder 10
   

eine
einzelne
Art
abweichend
von Spalte 7
 

Flughafer
und Flug-
hafer-
bastarde
 


Seide
und
Kreuzkraut3)
 

Ampfer
außer
Kleinem
Sauerampfer
und
Strandampfer
   

Hede-
rich
 

Acker-
senf
 
 
  (v. H. der reinen Körner) (v. H.) (v. H. des Gewichts) (v. H.) (v. H.) (v. H.) (v. H.) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (g)  
  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
4.1.1 Kohlrübe   B 80 10 98 0,3       20 0 0 2 100  
        Z 80 10 98 1,0 0,5 0,3 0,3   0 04) 5 100  
4.1.2 Futterkohl   B 75 10 98 0,3       20 0 0 3 100  
      Z 75 10 98 1,0 0,5 0,3 0,3   0 04) 10 100  
4.1.3 Phazelie   B 80 13 96 0,3       20 0 0   40  
        Z 80 13 96 1,0 0,5       0 0   40  
4.1.4 Ölrettich   B 80 10 97 0,3       20 0 0 2 300  
        Z 80 10 97 1,0 0,5 0,3 0,3   0 0 5 300  
 
1) Die Anforderungen an den Gehalt an Feuchtigkeit gelten nicht für pilliertes oder inkrustiertes Saatgut.
2) Die Anforderungen an den Höchstbesatz mit Samen anderer Pflanzenarten müssen nur in Bezug auf solche Arten erfüllt sein, die sich an samendiagnostischen Merkmalen eindeutig von dem zu untersuchenden Saatgut unterscheiden lassen. Der Besatz mit anderen Sorten derselben Art darf, soweit es an äußerlich erkennbaren Merkmalen des Saatgutes feststellbar ist, bei Basissaatgut und Zertifiziertem Saatgut den in Spalte 6 jeweils angegebenen Höchstwert nicht überschreiten. Ergibt sich bei der Beschaffenheitsprüfung ein Verdacht auf Besatz mit Körnern anderer Sorten derselben Art, kann diese Feststellung auch anhand weiterer Merkmale erfolgen.
3) Die zahlenmäßige Bestimmung wird nur durchgeführt, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung des Saatgutes der Verdacht auf Besatz ergibt.
4) Ein Korn gilt nicht als Unreinheit, wenn ein weiterer Probenteil nach Spalte 14 frei ist.

4.2 Gesundheitszustand
4.2.1 Das Saatgut darf nicht von lebenden Schadinsekten befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
4.2.2 Das Saatgut darf nicht von lebenden Milben befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
4.2.3 Das Saatgut darf nicht von parasitischen Pilzen oder von parasitischen Bakterien in größerem Ausmaß befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
                                     
5  Öl- und Faserpflanzen                          
5.1 Reinheit, Keimfähigkeit und Gehalt an Feuchtigkeit                        
                                     
  Art  

Kategorie
      (B = Basis-
              saatgut
        Z = Zertifi-
              ziertes
              Saatgut
    Z-1 = Zertifi-
              ziertes
              Saatgut
              erster
              Gene-
              ration
    Z-2 = Zertifi-
              ziertes
              Saatgut
              zweiter
              Gene-
              ration
    Z-3 = Zertifi-
              ziertes
              Saatgut
              dritter
              Gene-
              ration
       H = Handels-
              saatgut)    
 


Mindest-
keim-
fähigkeit
 

Höchstge-
halt
an
Feuchtig-
keit1)
 


Technische
Mindest-
reinheit
Höchstbesatz mit anderen Pflanzenarten2)  

Gewicht
des
Probenteils
für die
Prüfung
nach
den Spalten
7 bis 13
 



Sons-
stige
An-
forde-
rungen
   

bezogen
auf das
Gewicht
in einem Probenteil nach Spalte 14
   

insge-
samt
innerhalb der Menge nach Spalte 6 oder 7
   

Flughafer
und Flug-
hafer-
bastarde
 


Seide und Kreuzkraut3)
 


Hederich
Ampfer
außer
Kleinem
Sauerampfer
und
Strand-
ampfer
 

Acker-
fuchs-
schwanz
 


Taumel-
lolch
 
 
  (v. H. der reinen Körner) (v. H.) (v. H. des Gewichts) (v. H.) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (Körner) (g)  
  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
5.1.1 Sareptasenf   B 85 10 98 0,3   0 04) 10 2     40  
        Z 85 10 98 0,3   0 04) 10 5     40  
5.1.2 Raps9)   B 85 9 98 0,3   0 04) 10 2     100  
      Z 85 9 98 0,3   0 04) 10 5     100  
5.1.3 Schwarzer Senf   B 85 10 98 0,3   0 04) 10 2     40  
        Z 85 10 98 0,3   0 04) 10 5     40  
        H 85 10 98 0,3   0 04) 10 5     40  
5.1.4 Rübsen   B 85 9 98 0,3   0 04) 10 2     70  
        Z 85 9 98 0,3   0 04) 10 5     70  
5.1.5 Hanf   B 75 10 98   303) 0 04)         600  7)
        Z-1, Z-2 75 10 98   303) 0 04)         600  7)
5.1.6 Sojabohne10)   B 80 16 98   5 0 0         1 000  
    Z-1, Z-2 80 16 98   5 0 0         1 000  
5.1.7 Sonnenblume   B 85 10 98   5 0 0         1 000  
        Z 85 10 98   5 0 0         1 000  
5.1.8 Lein                              
    Faserlein   B 92 13 99   15 0 04)     4 2 150  
        Z-1, Z-2, Z-3 92 13 99   15 0 04)     4 2 150  
     sonstiger Lein   B 85 13 99   15 0 04)     4 2 150  
        Z-1, Z-2, Z-3 85 13 99   15 0 04)     4 2 150  
5.1.9 Mohn   B 80 10 98   253) 0 04)         10  
        Z 80 10 98   253) 0 04)         10  
5.1.10 Weißer Senf   B 85 10 98 0,3   0 04) 10 2     200  
        Z 85 10 98 0,3   0 04) 10 5     200  
 
1) Die Anforderungen an den Gehalt an Feuchtigkeit gelten nicht für granuliertes und inkrustiertes Saatgut.
2) Die Anforderungen an den Höchstbesatz mit Samen anderer Pflanzenarten müssen nur in Bezug auf solche Arten erfüllt sein, die sich an samendiagnostischen Merkmalen eindeutig von dem zu untersuchenden Saatgut unterscheiden lassen. Außer bei Sojabohne und bei Hybridsorten von Raps darf der Besatz mit anderen Sorten derselben Art, soweit es an äußerlich erkennbaren Merkmalen des Saatgutes feststellbar ist, bei Basissaatgut, Zertifiziertem Saatgut und Zertifiziertem Saatgut zweiter Generation den in den Spalten 6 und 7 jeweils angegebenen Höchstwert nicht überschreiten. Ergibt sich bei der Beschaffenheitsprüfung ein Verdacht auf Besatz mit Körnern anderer Sorten derselben Art, kann diese Feststellung auch anhand weiterer Merkmale erfolgen.
3) Die zahlenmäßige Bestimmung wird nur durchgeführt, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung des Saatgutes der Verdacht auf Besatz ergibt.
4) Ein Korn gilt nicht als Unreinheit, wenn ein weiterer Probenteil nach Spalte 14 frei ist.
5) (weggefallen)
6) (weggefallen)
7) Das Saatgut muß frei von Sommerwurz sein; ein Korn Sommerwurz in einem Probenteil von 100 g gilt nicht als Unreinheit, wenn ein weiterer Probenteil von 200 g frei ist.
8) (weggefallen)
9) Die Sortenreinheit des Saatgutes von Hybridsorten von Raps beträgt, soweit es an äußerlich erkennbaren Merkmalen des Saatgutes feststellbar ist, bei
Basissaatgut, weibliche Komponente    99,0 v. H.
Basissaatgut, männliche Komponente   99,9 v. H.
Zertifiziertem Saatgut von Winterraps    90,0 v. H.
Zertifiziertem Saatgut von Sommerraps 85,0 v. H.
Die Feststellung der Sortenreinheit kann mittels geeigneter biochemischer Methoden vorgenommen werden.
10) Die Sortenreinheit des Saatgutes von Sorten von Sojabohne beträgt, soweit es an äußerlich erkennbaren Merkmalen des Saatgutes feststellbar ist, bei
Basissaatgut                 99,5 v. H.
Zertifiziertem Saatgut   99,0 v. H.

5.2 Gesundheitszustand
5.2.1 Das Saatgut darf nicht von lebenden Schadinsekten oder lebenden Milben befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
5.2.2 Von Botrytis-Pilzen dürfen Hanf, Sonnenblume und Lein nur bis zu 5 v. H. der Körner befallen sein.
5.2.3 Von Keimlingskrankheiten (Alternaria linicola, Boeremia exigua var. linicola, Colletotrichum linicola, Fusarium spp., außer Fusarium oxysporum f. sp. albedinis und Fusarium circinatum) darf Lein nur bis zu 5 v. H. der Körner befallen sein; Faserlein darf nur bis zu 1 v. H. der Körner mit Boeremia exigua var. linicola befallen sein.
5.2.4 Das Saatgut darf von Sclerotinia sclerotiorum
    bei Sareptasenf, Schwarzem Senf nur bis zu 20                  
    bei Raps, Sonnenblume nur bis zu 10                  
    bei Rübsen, Weißem Senf nur bis zu 5                  
  Sklerotien oder Bruchstücken von Sklerotien in einem Probenteil nach Spalte 14 befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
5.2.5 Das Saatgut von Soja darf nur bis zu 15 Prozent der Körner mit dem Phomopsis-Komplex von Diaporthe caulivora und Diaporthe phaseolorum var. sojae befallen sein. Das Saatgut von Soja muss frei sein von Tobacco ringspot virus.
5.2.6 Das Saatgut von Sonnenblumen muss frei sein von Plasmopara halstedii.
                 
6  Rüben            
6.1 Reinheit, Keimfähigkeit und Gehalt an Feuchtigkeit      
                 
    Art  


Mindest-
keimfähigkeit
 


Höchstgehalt an Feuchtigkeit1)
 


Technische
Mindest-
reinheit
 

Höchstbesatz
mit anderen
Pflanzenarten
bezogen auf
das Gewicht2)
 



Sonstige
Anforderungen
    (v. H. der
reinen Körner)
(v. H.) (v. H. des
Gewichts)
(v. H.)  
  1 2 3 4 5 6
6.1.1 Runkelrübe            
    Monogermsaatgut 73 15 97 0,3  3)5)
    Präzisionssaatgut 73 15 97 0,3  4)5)
    anderes Saatgut          
      Sorten mit mehr als 85 v. H.          
      Diploiden 73 15 97 0,3  
      sonstige Sorten 68 15 97 0,3  
6.1.2 Zuckerrübe            
    Monogermsaatgut 80 15 97 0,3  3)5)
    Präzisionssaatgut 75 15 97 0,3  4)5)
    anderes Saatgut          
      Sorten mit mehr als 85 v. H.          
      Diploiden 73 15 97 0,3  
      sonstige Sorten 68 15 97 0,3  
 
1) Die Anforderungen an den Gehalt an Feuchtigkeit gelten nicht für pilliertes, granuliertes oder inkrustiertes Saatgut.
2) Die Anforderungen an den Höchstbesatz mit Samen anderer Pflanzenarten müssen nur in Bezug auf solche Arten erfüllt sein, die sich an samendiagnostischen Merkmalen eindeutig von dem zu untersuchenden Saatgut unterscheiden lassen. Der Besatz mit anderen Sorten derselben Art darf, soweit es an äußerlich erkennbaren Merkmalen des Saatgutes feststellbar ist, den in Spalte 5 jeweils angegebenen Höchstwert nicht überschreiten. Ergibt sich bei der Beschaffenheitsprüfung ein Verdacht auf Besatz mit Körnern anderer Sorten derselben Art, kann diese Feststellung auch anhand weiterer Merkmale erfolgen.
3) Bei Monogermsaatgut müssen mindestens 90 v. H. der gekeimten Knäuel nur einen Keimling enthalten; Knäuel mit drei und mehr Keimlingen dürfen höchstens zu 5 v. H. der gekeimten Knäuel vorhanden sein.
4) Bei Präzisionssaatgut müssen mindestens 70 v. H. der gekeimten Knäuel nur einen Keimling enthalten; Knäuel mit drei und mehr Keimlingen dürfen höchstens zu 5 v. H. der gekeimten Knäuel vorhanden sein.
5) Bei Monogermsaatgut und Präzisionssaatgut darf der Anteil an unschädlichen Verunreinigungen bei Basissaatgut 1 v. H. und bei Zertifiziertem Saatgut 0,5 v. H. des Gewichtes nicht überschreiten; soweit eine Probe nach § 11 Absatz 1 Satz 3 gezogen worden ist, ist das Ergebnis der Prüfung dieser Probe maßgeblich.

6.2 Gesundheitszustand
6.2.1 Das Saatgut darf nicht von lebenden Schadinsekten oder lebenden Milben befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
6.2.2 Das Saatgut darf nicht von parasitischen Pilzen oder von parasitischen Bakterien in größerem Ausmaß befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
                 
7  Gemüse            
7.1 Reinheit, Keimfähigkeit und Gehalt an Feuchtigkeit      
                 
    Art  


Mindest-
keimfähigkeit1)
 


Höchstgehalt
an
Feuchtigkeit2)
 


Technische
Mindest-
reinheit
 

Höchstbesatz
mit anderen
Pflanzenarten
bezogen auf
das Gewicht3)
 



Sonstige
An-
forderungen
    (v. H. der
reinen Körner
oder Knäuel)
(v. H.) (v. H. des
Gewichts)
(v. H.)  
  1 2 3 4 5 6
7.1.1 Zwiebel, Schalotte   70 13 97 0,5  
7.1.1a Winterheckenzwiebel   65   97 0,5  
7.1.2 Porree   65 13 97 0,5  
7.1.2a Knoblauch   65   97 0,5  
7.1.2b Schnittlauch   65   97 0,5  
7.1.3 Kerbel   70   96 1  
7.1.4 Sellerie   70 13 97 1  
7.1.5 Spargel   70 15 96 0,5  
7.1.6 Mangold   70   97 0,5  
7.1.7 Rote Rübe   70 15 97 0,5  4)
7.1.8 Kohlrabi, Grünkohl, Brokkoli,          
  Weißkohl, Rotkohl, Wirsing,          
  Rosenkohl, Chinakohl 75 10 97 1  
7.1.9 Blumenkohl   70 10 97 1  
7.1.10 Herbstrübe, Mairübe   80 10 97 1  
7.1.11 Paprika, Chili   65 13 97 0,5  
7.1.12 Endivie   65 13 95 1  
7.1.13 Chicorée, Blattzichorie   65   95 1,5  
7.1.13a Wurzelzichorie, Industriezichorie   80   97 1  
7.1.14 Wassermelone, Melone   75   98 0,1  
7.1.15 Gurke   80 13 98 0,1  
7.1.16 Riesenkürbis   80   98 0,1  
7.1.17 Gartenkürbis, Ölkürbis, Zucchini   75 13 98 0,1  
7.1.18 Artischocke, Cardy   65   96 0,5  
7.1.19 Möhre   65 13 95 1  5)
7.1.20 Fenchel   70   96 1  
7.1.21 Salat   75 13 95 0,5  
7.1.22 Tomate   75 13 97 0,5  
7.1.23 Petersilie   65 13 97 1  
7.1.24 Prunkbohne   80 15 98 0,1  
7.1.25 Buschbohne, Stangenbohne 75 15 98 0,1  
7.1.26 Erbse (außer Futtererbse) 80 15 98 0,1  6)
7.1.27 Rettich, Radieschen 70 10 97 1  
7.1.27a Rhabarber   70   97 0,5  
7.1.28 Schwarzwurzel 70 13 95 1  
7.1.29 Aubergine   65   96 0,5  
7.1.30 Spinat   75 13 97 1  
7.1.31 Feldsalat   65 13 95 1  
7.1.32 Dicke Bohne   80 15 98 0,1  
7.1.33 Zuckermais, Puffmais   857)   98 0,1  
 
1) Bei Prunkbohne, Buschbohne, Stangenbohne, Erbse und Dicker Bohne gelten frische und gesunde, nach Vorbehandlung nicht gekeimte Körner als gekeimt; bei Prunkbohne, Buschbohne, Stangenbohne und Dicker Bohne gilt ein Höchstanteil von 5 v. H. an hartschaligen Körnern als keimfähige Körner.
2) Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.
3) Die Anforderungen an den Höchstbesatz mit Samen anderer Pflanzenarten müssen nur in Bezug auf solche Arten erfüllt sein, die sich an samendiagnostischen Merkmalen eindeutig von dem zu untersuchenden Saatgut unterscheiden lassen. Der Besatz mit anderen Sorten derselben Art darf, soweit es an äußerlich erkennbaren Merkmalen des Saatgutes feststellbar ist, den in Spalte 5 jeweils angegebenen Höchstwert nicht überschreiten. Ergibt sich bei der Beschaffenheitsprüfung ein Verdacht auf Besatz mit Körnern anderer Sorten derselben Art, kann diese Feststellung auch anhand weiterer Merkmale erfolgen.
4) Bei Monogermsaatgut müssen mindestens 90 v. H., bei Präzisionssaatgut mindestens 70 v. H. der gekeimten Knäuel nur einen Keimling enthalten; Knäuel mit drei und mehr Keimlingen dürfen höchstens zu 5 v. H. der gekeimten Knäuel vorhanden sein.
5) Das Saatgut darf keinen Besatz mit Seide aufweisen; die zahlenmäßige Bestimmung wird durchgeführt, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht auf Besatz ergibt.
6) Innerhalb des Besatzes nach Spalte 5 darf kein Besatz mit Futtererbse vorhanden sein.
7) Für Sorten von Zuckermais „super sweet“ beträgt die Mindestkeimfähigkeit 80 v. H. der reinen Körner.

7.2 Gesundheitszustand – Ergänzend zu den besonderen Anforderungen an den Gesundheitszustand hinsichtlich des Befalls mit RNQPs gelten folgende Anforderungen:
7.2.1 Das Saatgut darf nicht von lebenden Schadinsekten oder lebenden Milben befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
7.2.2 Das Saatgut darf nicht von parasitischen Pilzen oder von parasitischen Bakterien in größerem Ausmaß befallen sein, wenn sich bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht eines Befalls ergibt.
                 
8  Saatgutmischungen          
8.1 Mischungen nach § 26 Abs. 3 Satz 2, die Saatgut von Arten enthalten, die nicht im Artenverzeichnis aufgeführt sind, müssen folgende Anforderungen erfüllen:
8.1.1 Die Mischung muss frei von Flughafer, Flughaferbastarden und Seide sein, 1 Korn Flughafer, Flughaferbastard oder Seide in 100 g Saatgut gilt nicht als Unreinheit, wenn weitere 200 g Saatgut frei von Flughafer, Flughaferbastarden oder Seide sind.
8.1.2 Der Besatz mit Körnern von Ackerfuchsschwanz darf höchstens 0,3 v. H. des Gewichtes betragen.
8.1.3 Der Besatz mit Ampfer außer Kleinem Sauerampfer und Strandampfer darf höchstens 2 Körner in 5 g betragen.
   
Neugefasst durch Bek. v. 8.2.2006 I 344;
zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 23.5.2025 I Nr. 138
Seite zuletzt aktualisiert am 4. September 2026
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