Auf Grund des § 2 Abs. 1 und 3 und des § 3 des Ausführungsgesetzes zum Chemiewaffenübereinkommen vom 2. August 1994 (BGBl. I S. 1954) verordnet die Bundesregierung:
Es ist verboten
Es ist verboten, Chemikalien der in Anhang 1 zu dieser Verordnung aufgeführten Liste 2
(1) Einer Genehmigung bedarf, wer
(2) 1Eine Genehmigung nach Absatz 1 Nummer 1 sowie für Produktion, Verarbeitung und Verbrauch nach Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe a und b ist nicht erforderlich, wenn die Produktion, die Verarbeitung oder der Verbrauch in einer Einrichtung nur medizinischen, pharmazeutischen oder Forschungszwecken dient und die Gesamtmenge weniger als 100 Gramm je Einrichtung im Jahr beträgt; in diesem Fall sind die jeweiligen Tätigkeiten der Genehmigungsbehörde bis zum 1. Februar eines Kalenderjahres für das abgelaufene Kalenderjahr anzuzeigen.
2Einer Genehmigung bedarf nicht, wer unter der Aufsicht oder als Beschäftigter eines anderen tätig wird; in diesen Fällen bedarf nur der andere der Genehmigung.
3Für die Beförderung von Chemikalien der Liste 1 bedarf es keiner Genehmigung nach Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe b.
(3) Wer Chemikalien genehmigungspflichtig ein-, aus- oder durchführt, hat diese bei den in der Genehmigung festgelegten Zollbehörden unter Vorlage dieser Genehmigung anzumelden und auf Verlangen vorzuführen.
(1) Unbeschadet anderer Rechtsvorschriften ist die Genehmigung nach § 2 Absatz 1 zu erteilen, wenn sichergestellt ist, daß durch die Vornahme der genehmigungspflichtigen Handlung die Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland aus dem Übereinkommen nicht verletzt werden.
(2) Die Erteilung der Genehmigung kann von sachlichen und persönlichen Voraussetzungen, insbesondere der Zuverlässigkeit des Antragstellers, abhängig gemacht werden.
(3) Eine Ausfuhrgenehmigung darf nur erteilt werden, wenn eine amtliche Bescheinigung des Bestimmungslandes vorgelegt wird, die Angaben über den Verwendungszweck, Art und Menge der Chemikalien, den Endempfänger sowie die Zusicherung des Endverbleibs im Bestimmungsland enthält.
(4) Die Genehmigung kann inhaltlich beschränkt, mit Nebenbestimmungen versehen und für übertragbar erklärt werden.
(5) Die Bestimmungen der Außenwirtschaftsverordnung über Antrag, Rückgabe und Aufbewahrung von Genehmigungsbescheiden finden entsprechende Anwendung.
(1) Wer ein Werk betreibt,
(2) Ausgenommen von der Meldepflicht nach Absatz 1 Nummer 1 und 2 ist, wer ein Werk betreibt, das in dem Bezugszeitraum ausschließlich die in Anhang 2 zu dieser Verordnung genannten Explosivstoffe oder Chemikalien produziert, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen.
(1) 1Die Meldungen nach § 4 sind Neumeldungen für das laufende Kalenderjahr, Jahresabschlußmeldungen für das abgelaufene Kalenderjahr, Jahresvorausmeldungen für das folgende Kalenderjahr oder Änderungsmeldungen bei Abweichungen gegenüber der Neu- oder Jahresvorausmeldung.
2Jahresabschlußmeldungen sind abzugeben in allen Fällen des § 4 Abs. 1, Neu-, Jahresvoraus- und Änderungsmeldungen in den Fällen des § 4 Absatz 1 Nummer 3 bis 6.
(2) 1Die Meldung muß folgende Angaben über das Werk enthalten:
2
(3) 1Die Meldung muß folgende Angaben über jeden der in § 4 Absatz 1 Nummer 3 und 4 bezeichneten Betriebe enthalten:
2
(4) 1Die Meldung muß folgende Angaben über die in § 4 Absatz 1 bezeichneten Chemikalien enthalten:
2
(1) Wer
(2) Die Meldung muß für jede Chemikalie gesondert
(1) Das Auswärtige Amt unterrichtet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, wenn die Organisation dem Auswärtigen Amt eine Transferdiskrepanz i. S. des § 6a des Ausführungsgesetzes zum Chemiewaffenübereinkommen mitgeteilt hat und ein anderer Vertragsstaat das Auswärtige Amt für die von Deutschland gemeldete Ausfuhrmenge dieser Chemikalie um Aufklärung ersucht hat.
(2) 1Das Auswärtige Amt hat folgende Informationen zu einem Ersuchen um Aufklärung nach Absatz 1 bei dem Vertragsstaat einzuholen, soweit die Informationen im Aufklärungsersuchen nicht bereits benannt wurden:
2
(3) 1Im Falle einer Transferdiskrepanz bei einer in Liste 1 bezeichneten Chemikalie führt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle das in Absatz 4 und bei Chemikalien der Liste 2 das in den Absätzen 4 und 5 geregelte Verfahren durch, wenn die Transferdiskrepanz eine durch die Bundesrepublik Deutschland in den letzten fünf Kalenderjahren gemeldete Ausfuhr in den ersuchenden Vertragsstaat erfasst.
2Der Zeitraum nach Satz 1 bestimmt sich nach dem Zeitpunkt des Eingangs des Ersuchens nach Absatz 1 beim Auswärtigen Amt.
3Im Falle einer Transferdiskrepanz bei einer in Liste 2 bezeichneten Chemikalie ist das Verfahren nur durchzuführen, wenn die Transferdiskrepanz gleich oder mehr als 10 Tonnen ist.
(4) 1Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle kann von einem nach § 6a Absatz 1 des Ausführungsgesetzes zum Chemiewaffenübereinkommen Verpflichteten, der für die Transferdiskrepanz im betreffende Jahr eine Ausfuhr der aufzuklärenden Chemikalienmenge in den ersuchenden Vertragsstaat gemeldet hat, schriftlich oder elektronisch verlangen, dass dieser binnen einer vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle festzulegenden Frist
(5) 1Legt der nach § 6a Absatz 1 des Ausführungsgesetzes zum Chemiewaffenübereinkommen Verpflichtete innerhalb von vier Monaten nach Eingang der Aufforderung nach Absatz 4 Satz 1 keine Korrekturbestätigung des jeweiligen Handelspartners vor und bestätigt der ersuchende Vertragsstaat gegenüber dem Auswärtigen Amt unter Vorlage der zwischenzeitlich dem ersuchenden Vertragsstaat bekanntgewordenen und nach Absatz 2 Nummer 2 von diesem dem Auswärtigen Amt zu übermittelnden Daten der Handelspartner, dass die Transferdiskrepanz weiter besteht, kann das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle von dem Verpflichteten im Falle einer Transferdiskrepanz bei einer in Liste 2 bezeichneten Chemikalie verlangen, Auskunft über Name und Anschrift der jeweiligen natürlichen oder juristischen Personen oder Personenvereinigungen in dem ersuchenden Vertragsstaat, an die er die Chemikalie veräußert oder geliefert hat, sowie Lieferdatum und ausgeführte Menge der Chemikalie zu erteilen.
2Die Auskunft ist binnen einer vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle festzulegenden Frist zu erteilen.
3Die Frist nach Satz 2 beträgt mindestens vier Wochen.
4Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle übermittelt die nach Satz 1 erhobenen Daten an das Auswärtige Amt, womit das nach den Absätzen 3 bis 5 durchgeführte Aufklärungsverfahren beendet ist.
5Das Auswärtige Amt darf die erhobenen Daten an den ersuchenden Vertragsstaat übermitteln, dabei ist auf die zweckgebundene Nutzung der Daten zur Aufklärung der Transferdiskrepanz hinzuweisen.
(6) Im Falle einer Transferdiskrepanz bei einer in Liste 3 bezeichneten Chemikalie kann das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle das in den Absätzen 3 bis 5 genannte Verfahren durchführen, wenn die Transferdiskrepanz mindestens 200 Tonnen beträgt.
(7) Eine Transferdiskrepanz gilt als aufgeklärt, wenn die nach Durchführung des Verfahrens nach den Absätzen 3 bis 5 oder nach Absatz 6 verbleibende Differenz einer nach Liste 2 bezeichneten Chemikalie den Schwellenwert des Absatz 3 Satz 3 oder einer nach Liste 3 bezeichneten Chemikalie den Schwellenwert nach Absatz 6 Satz 1 unterschreitet.
(1) Die Jahresabschlußmeldungen und die Meldungen nach § 6 sind bis zum 15. Februar eines neuen Kalenderjahres zu erstatten.
(2) Die Jahresvorausmeldungen sind in den Fällen des § 4 Absatz 1 Nummer 5 und 6 bis zum 1. September, in den Fällen des § 4 Absatz 1 Nummer 3 und 4 bis zum 1. Oktober eines Kalenderjahres, Neu- und Änderungsmeldungen spätestens 20 Tage vor Aufnahme der meldepflichtigen Tätigkeit zu erstatten.
(3) 1Bei den Meldungen nach den §§ 5 und 6 sind folgende Maßeinheiten zu verwenden:
2
(1) Die Anträge auf Erteilung einer Genehmigung nach § 2 und die Meldungen nach den §§ 4 und 6 sind durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle abzugeben.
(2) 1Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle kann durch Bekanntmachung im Bundesanzeiger die Verwendung bestimmter Vordrucke vorschreiben.
2Es kann gestatten, Anträge und Meldungen in anderer Weise, insbesondere durch elektronischen Datenaustausch, abzugeben.
(1) Die §§ 1, 2, 4 und 6 finden keine Anwendung, wenn Chemikalien der Liste 1 einen Anteil von weniger als 1 vom Hundert einer Mischung bilden.
(2) § 1a findet keine Anwendung, wenn Chemikalien
(3) Die §§ 2, 4 und 6 finden keine Anwendung, wenn Chemikalien
(4) Die §§ 1a, 2 und 6 finden keine Anwendung, wenn Chemikalien der Listen 2 oder 3 in als Verbrauchsgüter bestimmten Waren enthalten sind, die
(1) 1Der Meldepflicht unterliegt ferner, wer ein Werk betreibt,
(2) 1Die Meldung muß folgende Angaben enthalten:
2
1Keiner Genehmigung nach § 2 bedürfen die Bundeswehr, die Polizeien des Bundes und die Zollbehörden sowie die übrigen für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit zuständigen Behörden und Dienststellen.
2Die Meldevorschriften dieser Verordnung gelten nicht für die Bundeswehr.
Ordnungswidrig im Sinne des § 15 Absatz 1 Nummer 1 des Ausführungsgesetzes zum Chemiewaffenübereinkommen handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
(1) Nach § 16 Absatz 1 Nummer 1 des Ausführungsgesetzes zum Chemiewaffenübereinkommen wird bestraft, wer
(2) Nach § 16 Absatz 1 Nummer 2 des Ausführungsgesetzes zum Chemiewaffenübereinkommen wird bestraft, wer
(3) Nach § 16 Absatz 2 des Ausführungsgesetzes zum Chemiewaffenübereinkommen wird bestraft, wer
1Die §§ 1, 2 Absatz 1 Nummer 2 und 3, § 12 Nummer 3 und § 13 treten an dem Tage in Kraft, an dem das Übereinkommen nach seinem Artikel XXI in Kraft tritt und der gemäß § 21 Absatz 2 des Ausführungsgesetzes zum Chemiewaffenübereinkommen im Bundesgesetzblatt bekanntgegeben wird.
2Im übrigen tritt diese Verordnung am Tage nach der Verkündung in Kraft.
2BGBl. I 1996, S. 1799 - 1801;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)
| Registriernummer nach | ||
| Chemical Abstracts Service | ||
| (CAS-Nummer) | ||
| Liste 1 | ||
| A. | Toxische Chemikalien: | |
| 1. | O-Alkyl(<- C(tief)10 einschließlich Cycloalkyl)-alkyl-(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-phosphonofluoride, z.B. | |
| Sarin: O-Isopropylmethylphosphonofluorid | (107-44-8) | |
| Soman: O-Pinakolylmethylphosphonofluorid | (96-64-0) | |
| 2. | O-Alkyl(<- C(tief)10 einschließlich Cycloalkyl)-N,N-dialkyl (Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-phosphoramidocyanide, z.B. | |
| Tabun: O-Ethyl-N,N-dimethylphosphoramidocyanid | (77-81-6) | |
| 3. | O-Alkyl(H oder <- C(tief)10 einschließlich Cycloalkyl)-S-2-dialkyl(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-aminoethylalkyl(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-phosphonothiolate sowie entsprechende alkylierte und protonierte Salze, z.B. | |
| VX: O-Ethyl-S-2-diisopropylaminoethylmethyl-phosphonothiolat | (50782-69-9) | |
| 4. | Schwefelloste: | |
| 2-Chlorethylchlormethylsulfid | (2625-76-5) | |
| Senfgas: Bis-(2-chlorethyl)-sulfid | (505-60-2) | |
| Bis-(2-chlorethylthio)-methan | (63869-13-6) | |
| Sesqui-Yperit (Q): 1,2-Bis-(2-chlorethylthio)-ethan | (3563-36-8) | |
| Bis-1,3-(2-chlorethylthio)-n-propan | (63905-10-2) | |
| Bis-1,4-(2-chlorethylthio)-n-butan | (142868-93-7) | |
| Bis-1,5-(2-chlorethylthio)-n-pentan | (142868-94-8) | |
| Bis-(2-chlorethylthiomethyl)-ether | (63918-90-1) | |
| O-Lost: Bis-(2-chlorethylthioethyl)-ether | (63918-89-8) | |
| 5. | Lewisite: | |
| Lewisit 1: 2-Chlorvinyldichlorarsin | (541-25-3) | |
| Lewisit 2: Bis-(2-chlorvinyl)-chlorarsin | (40334-69-8) | |
| Lewisit 3: Tris-(2-chlorvinyl)-arsin | (40334-70-1) | |
| 6. | Stickstoffloste | |
| HN1: Bis-(2-chlorethyl)-ethylamin | (538-07-8) | |
| HN2: Bis-(2-chlorethyl)-methylamin | (51-75-2) | |
| HN3: Tris-(2-chlorethyl)-amin | (555-77-1) | |
| 7. | Saxitoxin | (35523-89-8) |
| 8. | Ricin | (9009-86-3) |
| 13. | P-Alkyl (H oder Cycloalkyl)amino))alkyliden(H oder sowie entsprechende alkylierte und protonierte Salze, z.B. |
|
| P-n-Decyl-N-(1-(di-n-decylamino)-n-decyliden)phosphonamidofluorid | (2387495-99-8) | |
| P-Methyl-N-(1-(diethylamino)ethyliden)phosphonamidofluorid | (2387496-12-8) | |
| 14. | O-Alkyl (H oder Cycloalkyl)amino))alkyliden(H oder sowie entsprechende alkylierte und protonierte Salze, z.B. |
|
| O-n-Decyl-N-(1-(di-n-decylamino)-n-decyliden)phosphoramidofluorid | (2387496-00-4) | |
| O-Methyl-N-(1-(diethylamino)ethyliden)phosphoramidofluorid | (2387496-04-8) | |
| O-Ethyl-N-(1-(diethylamino)ethyliden)phosphoramidofluorid | (2387496-06-0) | |
| 15. | P-Methyl-N-(bis(diethylamino)methyliden)phosphonamidofluorid | (2387496-14-0) |
| 16. | Carbamate (quaternäre und bisquaternäre Dimethylcarbamoyloxypyridine) Quaternäre Dimethylcarbamoyloxypyridine: 1-[N,N-Dialkyl( n-decan-dibromide (x = 1-8) z.B. |
|
| 1-[N,N-Dimethyl-N-(2-hydroxy)ethylammonio]- 10-[N-(3-dimethylcarbamoyloxy- n-decan-dibromid |
(77104-62-2) | |
| Bisquaternäre Dimethylcarbamoyloxypyridine: 1,x-Bis[N-(3-dimethylcarbamoyloxy- n-alkan-(2,(x-1)-dion)-dibromide (x = 2-12) z.B. |
||
| 1,10-Bis[N-(3-dimethylcarbamoyloxy- n-decan-2,9-dion-dibromid |
(77104-00-8) | |
| B. | Ausgangsstoffe: | |
| 9. | Alkyl(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-phosphonsäuredifluoride, z.B. | |
| DF: Methylphosphonsäuredifluorid | (676-99-3) | |
| 10. | O-Alkyl(H oder <- C(tief)10 einschließlich Cycloalkyl)-O-2-Dialkyl(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-aminoethyl-alkyl(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-phosphonite und entsprechende alkylierte und protonierte Salze, z.B. | |
| QL: O-Ethyl-O-2-diisopropylaminoethyl-methylphosphonit | (57856-11-8) | |
| Registriernummer nach | ||
| Chemical Abstracts Service | ||
| (CAS-Nummer) | ||
| 11. | Chlor-Sarin: O-Isopropylmethylphosphonochlorid | (1445-76-7) |
| 12. | Chlor-Soman: O-Pinakolylmethylphosphonochlorid | (7040-57-5) |
| Liste 2 | ||
| A. | Toxische Chemikalien: | |
| 1. | Amiton: 0,0-Diethyl-S-(2-(diethylamino)-ethyl)-phosphorthiolat und entsprechende alkylierte und protonierte Salze | (78-53-5) |
| 2. | PFIB: 1,1,3,3,3-Pentafluor-2-(trifluormethyl)-1-propen | (382-21-8) |
| 3. | BZ: 3-Chinuclidinylbenzilat | (6581-06-2) |
| B. | Ausgangsstoffe: | |
| 4. | Chemikalien, mit Ausnahme der in Liste 1 genannten, die ein Phosphoratom enthalten, an das eine Methyl-, Ethyl- oder Propyl-(Normal- oder Iso-)Gruppe gebunden ist, jedoch keine weiteren Kohlenstoffatome, z.B. | |
| Methylphosphonsäuredichlorid | (676-97-1) | |
| Dimethylmethylphosphonat | (756-79-6) | |
| Ausnahme: | ||
| Fonofos: O-Ethyl-S-phenyl-ethyldithiophosphonat | (944-22-9) | |
| 5. | N,N-Dialkyl(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-phosphoramid-dihalogenide | |
| 6. | Dialkyl(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-N,N-dialkyl(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-phosphoramidate | |
| 7. | Arsentrichlorid | (7784-34-1) |
| 8. | 2,2-Diphenyl-2-hydroxyessigsäure | (76-93-7) |
| 9. | Chinuclidin-3-ol | (1619-34-7) |
| 10. | N,N-Dialkyl(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-aminoethyl-2-chloride und entsprechende protonierte Salze | |
| 11. | N,N-Dialkyl(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-aminoethan-2-ol und entsprechende protonierte Salze | |
| Ausnahmen: | ||
| N-N-Dimethylaminoethanol und entsprechende protonierte Salze | (108-01-0) | |
| N-N-Diethylaminoethanol und entsprechende protonierte Salze | (100-37-8) | |
| 12. | N,N-Dialkyl(Me, Et, n-Pr oder i-Pr)-aminoethan-2-thiol und entsprechende protonierte Salze | |
| 13. | Thiodiglykol: Bis-(2-hydroxyethyl)-sulfid | (111-48-8) |
| 14. | Pinakolylalkohol: 3,3-Dimethylbutan-2-ol | (464-07-3) |
| Liste 3 | ||
| A. | Toxische Chemikalien: | |
| 1. | Phosgen: Carbonyldichlorid | (75-44-5) |
| 2. | Chlorcyan | (506-77-4) |
| 3. | Cyanwasserstoff | (74-90-8) |
| 4. | Chlorpikrin: Trichlornitromethan | (76-06-2) |
| B. | Ausgangsstoffe: | |
| 5. | Phosphoroxidchlorid | (10025-87-3) |
| 6. | Phosphortrichlorid | (7719-12-2) |
| 7. | Phosphorpentachlorid | (10026-13-8) |
| 8. | Trimethylphosphit | (121-45-9) |
| 9. | Triethylphosphit | (122-52-1) |
| 10. | Dimethylphosphit | (868-85-9) |
| 11. | Diethylphosphit | (762-04-9) |
| 12. | Schwefelmonochlorid | (10025-67-9) |
| 13. | Schwefeldichlorid | (10545-99-0) |
| 14. | Thionylchlorid | (7719-09-7) |
| 15. | Ethyldiethanolamin | (139-87-7) |
| 16. | Methyldiethanolamin | (105-59-9) |
| 17. | Triethanolamin | (102-71-6) |
| *) | Jeder Hinweis auf Gruppen dialkyllierter Chemikalien, denen - in Klammern - eine Aufzählung von Alkylgruppen folgt, bedeutet, daß alle Verbindungen, die sich durch sämtliche möglichen Kombinationen der in Klammern genannten Alkylgruppen ergeben, als in die entsprechende Liste eingetragen gelten, sofern sie nicht ausdrücklich ausgenommen sind. | |
| **) | Die in den Nummern 13, 14, 15 und 16 aufgeführten Chemikalien wurden durch zwei Entscheidungen der 24. Konferenz der Vertragsstaaten der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen vom 27. November 2019 (C-24/DEC.4 und C-24/DEC.5) unter gleicher Nummerierung in den Anhang 1, Teil B, Liste 1, Abschnitt A des Chemiewaffenübereinkommens aufgenommen. | |
(+++ Hinweis zur Liste 1: Die Nummerierung der Chemikalien in den Abschnitten A und B konnte aus systematischen Gründen nicht fortlaufend erfolgen +++)
2BGBl. I 1996, S. 1802 - 1803
Ammoniumpikrat
Azotetrazolmetallsalze, z.B.
3
Bleidinitrokresolat
Bleitrinitroresorcinat
1,2,4-Butantrioltrinitrat
Cyanurtriazid
Di-(aminoguanidin)-azo-tetrazol
Diazodinitrophenol
2,4-Dichlor-1,3,5-trinitrobenzol
Diethanolamintrinitrat
Diethylenglykoldinitrat
Diglycerintetranitrat
Dinitroaminophenol
Dinitrodimethyloxamid
Dinitrodioxyethyl-oxamid-dinitrat
Dinitrophenol
Dinitrophenolmetallsalze
Dinitrophenylglycerinetherdinitrat
Dinitrophenylglycerinethermononitrat
Dinitrophenylglykolethernitrat
Dinitroresorcin
Dinitroresorcinschwermetallsalze, z.B.
4
Dinitroluol
Dioxyethylnitramindinitrat
Dipentaerythrithexanitrat
Erythrittetranitrat
Ethylendiamindinitrat
Ethylendinitramin
Ethylnitrat
Glycerin-acetat-dinitrat
Glycerinmonochlorhydrin-dinitrat
Glycerindinitrat
Glycerin-formiat-dinitrat
Glycerin-nitrolactat-dinitrat
Glycerintrinitrat
Glycidnitrat
Glycoldinitrat
Guanidinperchlorat
Guanidinpikrat
Harnstoffnitrat
Hexamethylentriperoxiddiamin
Hexanitroazobenzol
Hexanitrodiphenyl
Hexanitrodiphenylether
Hexanitrodiphenylamin
Hexanitrophenylaminkalium
Hexanitrodiphenylglycerinethermononitrat
Hexanitrodiphenyloxamid
Hexanitrodiphenylsulfid
Hexanitrodiphenylsulfon
Hexanitrosobenzol
Hexanitrostilben
Kaliumdinitrobenzofuroxan
Mannithexanitrat
Methylnitrat
Methyltrimethylolmethantrinitrat
Monoethanolamindinitrat
Mononitroresorcinschwermetallsalze
Natriumdinitrokresolat
5-Nitrobenzotriazol
Nitroguanidin
Nitroharnstoff
Nitroisobutylglycerintrinitrat
Nitromethylpropandioldinitrat
Pentaerythrittetranitrat
1,3-Propandioldinitrat
Quecksilberfulminat
Silberfulminat AgCNO
Tetramethylentetranitramin
Tetramethylolcyclohexanolpentanitrat
Tetramethylolcyclohexanoltetranitrat
Tetramethylolcyclopentanolpentanitrat
Tetramethylolcyclopentanontetranitrat
Tetranitroacridon
Tetranitroanilin
Tetranitroanisol
Tetranitrodibenzo-1,3a,4,6a-tetraazapentalen
Tetranitronaphthalin
1-(5'-Tetrazolyl)-4-guanyltetrazenhydrat
Triaminotrinitrobenzol
1,3,5-Trichlor-2,4,6-trinitrobenzol
Triethylenglykoldinitrat
Trimethylentrinitramin
Trinitroethanol
Trinitroanilin
Trinitroanisol
Trinitrobenzoesäure
Trinitrobenzolsulfonsäure
Trinitrobenzol
Trinitrochlorbenzol
Trinitrofluorenon
Trinitrokresol
Trinitrokresolmetallsalze
1,3,8-Trinitronaphthalin
Trinitrophenetol
Trinitrophenol
Trinitrophenolmetallsalze
Trinitrophenylethanolnitraminnitrat
Trinitrophenylglycerinetherdinitrat
Trinitrophenylglykolethernitrat
Trinitrophenylmethylnitramin
Trinitroresorcin
Trinitrotoluol
Trinitroxylol
Zirconiumdinitroaminophenolat
----------
*) Me = Metall.