(+++ Textnachweis ab: 1.8.2011 +++)
Auf Grund des § 4 Absatz 1 in Verbindung mit § 5 des Berufsbildungsgesetzes, von denen § 4 Absatz 1 durch Artikel 232 Nummer 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, sowie auf Grund des § 25 Absatz 1 Satz 1 der Handwerksordnung, der zuletzt durch Artikel 146 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407)vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf Medientechnologe Druck und Medientechnologin Druck wird
§ 1 Nr. 2 Kursivdruck: Müsste richtig „Anlage B Abschnitt 1“ lauten
Die Ausbildung dauert drei Jahre.
Die Berufsausbildung gliedert sich in
(1) 1Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit).
2Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) 1Die Berufsausbildung zum Medientechnologen Druck und zur Medientechnologin Druck gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
2Abschnitt A
Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1:
(1) 1Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt.
2Die in Satz 1 beschriebene Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6 und 7 nachzuweisen.
(2) Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans für die Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.
(3) 1Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen.
2Ihnen ist Gelegenheit zu geben, den schriftlichen Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen.
3Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.
(1) 1Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung durchzuführen.
2Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Die Zwischenprüfung findet in den Prüfungsbereichen
(4) 1Für den Prüfungsbereich Arbeitsplanung bestehen folgende Vorgaben:
2
(5) 1Für den Prüfungsbereich Drucktechnik bestehen folgende Vorgaben:
2
(1) 1Durch die Abschluss- oder Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat.
2In der Abschluss- und Gesellenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist.
(2) 1Die Abschluss- oder Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
2Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen.
(3) 1Die Abschluss- oder Gesellenprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:
2
(4) 1Für den Prüfungsbereich Druckproduktion bestehen folgende Vorgaben:
2
(5) 1Für den Prüfungsbereich Auftragsplanung und Kommunikation bestehen folgende Vorgaben:
2
(6) 1Für den Prüfungsbereich Prozesstechnologie bestehen folgende Vorgaben:
2
(7) 1Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:
2
(1) 1Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:
2
| 1. | Prüfungsbereich Druckproduktion | 50 Prozent, | |
| 2. | Prüfungsbereich Auftragsplanung und Kommunikation | 20 Prozent, | |
| 3. | Prüfungsbereich Prozesstechnologie | 20 Prozent, | |
| 4. | Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde | 10 Prozent. |
(2) Die Abschluss- oder Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen
(3) 1Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche „Auftragsplanung und Kommunikation“ oder „Prozesstechnologie“ oder „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann.
2Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten.
(1) Eine im Rahmen der Berufsausbildung nicht gewählte Wahlqualifikation nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 2 kann als Zusatzqualifikation vermittelt werden.
(2) Für die Vermittlung der Zusatzqualifikation gilt die in der Anlage Abschnitt B Nummer 2 enthaltene sachliche Gliederung entsprechend.
(1) Die Zusatzqualifikation wird im Rahmen der Abschluss- oder Gesellenprüfung gesondert geprüft, wenn die in der Anlage Abschnitt B Nummer 2 enthaltenen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten entsprechend vermittelt worden sind.
(2) Für die Prüfung der Zusatzqualifikation gilt § 7 Absatz 4 entsprechend.
(3) Die Prüfung der jeweiligen Zusatzqualifikation ist bestanden, wenn der Prüfling mindestens ausreichende Leistungen erbracht hat.
(4) Über das Ergebnis der bestandenen Prüfung der Zusatzqualifikation ist eine gesonderte Bescheinigung zu erteilen.
Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, können, wenn noch keine Zwischenprüfung abgelegt wurde und die Vertragsparteien dies vereinbaren, unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden.
Die Anerkennung des Ausbildungsberufes des Steindruckers und der Steindruckerin für den Bereich Handwerk wird aufgehoben.
1Diese Verordnung tritt am 1. August 2011 in Kraft.
2Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Drucker/zur Druckerin vom 2. Mai 2000 (BGBl. I S. 654) außer Kraft.
3Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1
| Lfd. Nr. |
Teil des Ausbildungsberufsbildes |
Zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten |
Zeitliche Richtwerte in Wochen im |
|
|---|---|---|---|---|
| 1. bis 18. Monat |
19. bis 36. Monat |
|||
| 1 | 2 | 3 | 4 | |
| 1 | Planen des Ablaufs von Druckaufträgen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1) |
|
22 | |
| 2 | Einrichten von Druckmaschinen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 2) |
|
28 | |
| 3 | Steuern von Druckprozessen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3) |
|
28 | |
| 4 | Drucktechnologien und -prozesse (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 4) |
|
10 | |
| 5 | Instandhalten von Druckmaschinen (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 5) |
|
10 |
|
|
||||
4Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten aus den Wahlqualifikationen
1. Auswahlliste I (Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 2
)
| Lfd. Nr. |
Teil des Ausbildungsberufsbildes |
Zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten |
Zeitliche Richtwerte in Wochen im |
|
|---|---|---|---|---|
| 1. bis 18. Monat |
19. bis 36. Monat |
|||
| 1 | 2 | 3 | 4 | |
| I.1 | Datenvorbereitung Digitaldruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.1) |
|
13 | |
| I.2 | Druckformvorbereitung künstlerische Druckverfahren (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.2) |
|
13 | |
| I.3 | Druckformherstellung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.3) |
|
13 | |
| I.4 | Druckformherstellung und Planung, Zeitungsdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.4) |
|
13 | |
| I.5 | Tiefdruckformbearbeitung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.5) |
|
13 | |
| I.6 | Tiefdruckformherstellung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.6) |
|
13 | |
| I.7 | Druckformherstellung künstlerische Druckverfahren (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.7) |
|
13 | |
| I.8 | Leitstandgestützte Prozesssteuerung, Bogenoffsetdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.8) |
|
13 | |
|
||||
| I.9 | Leitstandgestützte Prozesssteuerung, Rollenoffsetdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.9) |
|
13 | |
| I.10 | Leitstandgestützte Prozesssteuerung, Tiefdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.10) |
|
13 | |
| I.11 | Digitaldruckprozess (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.11) |
|
13 | |
| I.12 | Mailing-Produktion (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.12) |
|
13 | |
| I.13 | Druckveredelung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.13) |
|
13 | |
| I.14 | Inlineveredelung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.14) |
|
13 | |
| I.15 | Inlineproduktion (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.15) |
|
13 | |
| I.16 | Druckweiterverarbeitung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.16) |
|
13 | |
| I.17 | Produktbearbeitung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.17) |
|
13 | |
| I.18 | Maschinentechnik und erweiterte Instandhaltung, Rollenoffsetdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.18) |
|
13 | |
| I.19 | Maschinentechnik und erweiterte Instandhaltung, Illustrationstiefdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.19) |
|
13 | |
| I.20 | Maschinentechnik und erweiterte Instandhaltung, rotativer Flexo-, Tapeten-, Dekortief-, Verpackungstief- und Etikettendruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.20) |
|
13 | |
| I.21 | Weitere Druckverfahrenstechnik (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer I.21) |
Anwenden einer weiteren Druckverfahrenstechnik aus den Bereichen Offsetdruck, Hochdruck, Tiefdruck, Digitaldruck oder Siebdruck. Dabei sind folgende Qualifikationen zu vermitteln:
|
13 | |
2. Auswahlliste II (Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 3)
| Lfd. Nr. |
Teil des Ausbildungsberufsbildes |
Zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten |
Zeitliche Richtwerte in Wochen im |
|
|---|---|---|---|---|
| 1. bis 18. Monat |
19. bis 36. Monat |
|||
| 1 | 2 | 3 | 4 | |
| II.1 | Bogenoffsetdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.1) |
|
||
|
26 |
|||
| II.2 | Akzidenz-Rollenoffsetdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.2) |
|
26 | |
| II.3 | Zeitungsdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.3) |
|
26 | |
| II.4 | Formulardruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.4) |
|
26 | |
| II.5 | Illustrationstiefdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.5) |
|
26 | |
| II.6 | Tapetendruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.6) |
|
26 | |
| II.7 | Dekortiefdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.7) |
|
26 | |
| II.8 | Verpackungsdruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.8) |
|
26 | |
| II.9 | Etiketten-Rollendruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.9) |
|
26 | |
| II.10 | Flexodruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.10) |
|
||
|
26 |
|||
| II.11 | Digitaldruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.11) |
|
26 | |
| II.12 | Großformatiger Digitaldruck (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.12) |
|
26 | |
| II.13 | Künstlerische Druckverfahren (§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer II.13) |
|
26 | |
5Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1
| Lfd. Nr. |
Teil des Ausbildungsberufsbildes |
Zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten |
Zeitliche Richtwerte in Wochen im |
|
|---|---|---|---|---|
| 1. bis 18. Monat |
19. bis 36. Monat |
|||
| 1 | 2 | 3 | 4 | |
| 1 | Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 1) |
|
||
| 2 | Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 2) |
|
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| 3 | Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 3) |
|
während der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln |
|
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| 4 | Umweltschutz (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 4) |
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
|
||
| 5 | Betriebliche Kommunikation (§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 5) |
|
6 | |
Anlage Abschn. B Nr. I.6 Sp. 3 Buchst. c Kursivdruck: Müsste richtig „Zuordnungsschema“ lauten