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Weinverordnung – WeinV 1995

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(1) 1Eine Lage darf in die Weinbergsrolle nur eingetragen werden, wenn sie insgesamt mindestens fünf Hektar groß ist.
2Abweichend davon kann die zuständige Behörde eine kleinere Fläche als Lage eintragen, wenn

1.
die Bildung einer größeren Lage
a)
wegen der örtlichen Nutzungsverhältnisse oder
b)
wegen der Besonderheit der auf der Fläche gewonnenen Weine
nicht möglich ist oder
2.
der Lagename
a)
durch eine vor dem 19. Juli 1971 eingetragene Marke oder
b)
durch ein vor diesem Zeitpunkt auf Grund markenrechtlicher Vorschriften erworbenes Ausstattungsrecht
geschützt ist.

(2) 1Als Lagename darf nur ein Name eingetragen werden, der für eine zur Lage gehörende Rebfläche herkömmlich oder in das Flurkataster eingetragen ist oder der sich an einen solchen Namen anlehnt.
2Abweichend von Satz 1 darf im begründeten Einzelfall, insbesondere wenn bestehende Lagen zusammengefasst werden sollen, auch ein anderer Name eingetragen werden, wenn hierfür ein wirtschaftliches Bedürfnis besteht und Interessen des Verbrauchers nicht entgegenstehen; der Name muss einen geografischen Bezug aufweisen.

(3) Eine Rebfläche, die keiner Lage angehört, kann in einen Bereich einbezogen werden, wenn die Voraussetzungen nach § 2 Nummer 23 des Weingesetzes erfüllt sind.

Neugefasst durch Bek. v. 21.4.2009 I 827;
zuletzt geändert durch Art. 6 V v. 24.6.2024 I Nr. 215
Seite zuletzt aktualisiert am 20. Dezember '25