(1) 1Für die folgenden pflegesensitiven Bereiche in Krankenhäusern werden die folgenden Pflegepersonaluntergrenzen schichtbezogen als Verhältnis von Patientinnen und Patienten zu einer Pflegekraft festgelegt, die unter Berücksichtigung der in Absatz 2 genannten Höchstanteile von Pflegehilfskräften auf den Stationen oder für die betroffenen intensivmedizinischen Behandlungseinheiten, die einem pflegesensitiven Bereich angehören, stets einzuhalten sind:
- 1.
Intensivmedizin bis zum 31. Januar 2021: - a)
in der Tagschicht: 12,5 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
23,5 zu 1,
- 2.
Intensivmedizin und pädiatrische Intensivmedizin ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 12 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
23 zu 1,
- 3.
Geriatrie: - a)
in der Tagschicht: 110 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht: 120 zu 1,
- 4.
allgemeine Chirurgie und Unfallchirurgie ab dem 1. Februar 2021 bis zum 31. Dezember 2021: - a)
in der Tagschicht: 110 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
220 zu 1,
- 5.
allgemeine Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie ab dem 1. Januar 2022:- a)
in der Tagschicht: 110 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
220 zu 1,
- 6.
Innere Medizin und Kardiologie ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 110 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
222 zu 1,
- 7.
Herzchirurgie ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 17 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
215 zu 1,
- 8.
Neurologie ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 110 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
220 zu 1,
- 9.
neurologische Schlaganfalleinheit ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 13 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
25 zu 1,
- 10.
neurologische Frührehabilitation ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 15 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
212 zu 1,
- 11.
Pädiatrie ab dem 1. Februar 2021 bis zum 31. Dezember 2021: - a)
in der Tagschicht: 16 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
210 zu 1,
- 12.
allgemeine Pädiatrie ab dem 1. Januar 2022:- a)
in der Tagschicht: 16 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
210 zu 1,
- 13.
spezielle Pädiatrie ab dem 1. Januar 2022:- a)
in der Tagschicht: 16 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
214 zu 1,
- 14.
neonatologische Pädiatrie ab dem 1. Januar 2022:- a)
in der Tagschicht: 13,5 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
25 zu 1,
- 15.
Gynäkologie und Geburtshilfe ab dem 1. Januar 2023:- a)
in der Tagschicht 7,5 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht: 115 zu 1,
- 16.
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Urologie ab dem 1. Januar 2023: - a)
in der Tagschicht: 110 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
222 zu 1,
- 17.
Rheumatologie ab dem 1. Januar 2023: - a)
in der Tagschicht: 113 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
230 zu 1,
- 18.
Neurochirurgie ab dem 1. Januar 2024: - a)
in der Tagschicht: 19 zu 1,
- b)
in der Nachtschicht:
218 zu 1.
(2) 1Der Anteil von Pflegehilfskräften an der Gesamtzahl der Pflegekräfte darf die folgenden Grenzwerte in den folgenden pflegesensitiven Bereichen in den Krankenhäusern nicht überschreiten:
- 1.
Intensivmedizin bis zum 31. Januar 2021: - a)
in der Tagschicht: 18 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
20 Prozent,
- 2.
Intensivmedizin und pädiatrische Intensivmedizin ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 15 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
25 Prozent,
- 3.
Geriatrie: - a)
in der Tagschicht: 115 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht: 120 Prozent,
- 4.
allgemeine Chirurgie und Unfallchirurgie ab dem 1. Februar 2021 bis zum 31. Dezember 2021: - a)
in der Tagschicht: 110 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
210 Prozent,
- 5.
allgemeine Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie ab dem 1. Januar 2022:- a)
in der Tagschicht: 110 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
210 Prozent,
- 6.
Innere Medizin und Kardiologie ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 110 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
210 Prozent,
- 7.
Herzchirurgie ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 15 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
20 Prozent,
- 8.
Neurologie ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 18 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
28 Prozent,
- 9.
neurologische Schlaganfalleinheit ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 10 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
20 Prozent,
- 10.
neurologische Frührehabilitation ab dem 1. Februar 2021: - a)
in der Tagschicht: 110 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
210 Prozent,
- 11.
Pädiatrie ab dem 1. Februar 2021 bis zum 31. Dezember 2021: - a)
in der Tagschicht: 15 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
25 Prozent,
- 12.
allgemeine Pädiatrie ab dem 1. Januar 2022:- a)
in der Tagschicht: 15 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
25 Prozent,
- 13.
spezielle Pädiatrie ab dem 1. Januar 2022:- a)
in der Tagschicht: 15 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
25 Prozent,
- 14.
neonatologische Pädiatrie ab dem 1. Januar 2022:- a)
in der Tagschicht: 15 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
25 Prozent,
- 15.
Gynäkologie und Geburtshilfe ab dem 1. Januar 2022:- a)
in der Tagschicht: 15 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
20 Prozent,
- 16.
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Rheumatologie und Urologie ab dem 1. Januar 2023: - a)
in der Tagschicht: 110 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
25 Prozent,
- 17.
Neurochirurgie ab dem 1. Januar 2024: - a)
in der Tagschicht: 110 Prozent,
- b)
in der Nachtschicht:
25 Prozent.
(2a) Zur Einhaltung der Pflegepersonaluntergrenzen nach Absatz 1 Nummer 15 dürfen auch Hebammen mit einer Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung nach § 5 Absatz 1 des Hebammengesetzes, auch in Verbindung mit den §§ 73 und 74 Absatz 1 des Hebammengesetzes, berücksichtigt werden.
(3) Führt die Anwendung der Pflegepersonaluntergrenzen zu dem Ergebnis, dass für die auf einer Station oder in einer intensivmedizinischen Behandlungseinheit zu versorgenden Patientenanzahl weniger als eine Pflegekraft vorgehalten werden müsste, ist die Anwesenheit mindestens einer Pflegefachkraft sicherzustellen.
(4) 1Sind auf einer Station verschiedene Pflegepersonaluntergrenzen einzuhalten, so gilt schichtbezogen die Pflegepersonaluntergrenze mit der niedrigsten Anzahl von Patientinnen und Patienten im Verhältnis zu einer Pflegekraft mit dem zugehörigen Grenzwert für den Anteil von Pflegehilfskräften.
2Abweichend von Satz 1 sind die Pflegepersonaluntergrenzen nach Absatz 1 Nummer 1 und 2 neben den Pflegepersonaluntergrenzen nach Absatz 1 Nummer 3 bis 15 anzuwenden.
(5) Die Krankenhäuser ermitteln anhand monatlicher Durchschnittswerte, ob die Pflegepersonaluntergrenzen eingehalten werden.