(1) Käse sind frische oder in verschiedenen Graden der Reife befindliche Erzeugnisse, die aus dickgelegter Käsereimilch hergestellt sind.
(2) 1Käsereimilch ist die zur Herstellung von Käse bestimmte Milch, auch unter Mitverwendung von Buttermilcherzeugnissen, Sahneerzeugnissen, Süßmolke, Sauermolke und Molkensahne (Molkenrahm).
2Als Käsereimilch gelten auch
(3) Käse sind auch Erzeugnisse,
(3a) (weggefallen)
(4) Erzeugnisse aus Käse sind
(5) 1Beigegebene Lebensmittel im Sinne dieser Verordnung sind Lebensmittel, die bei der Herstellung von Käsezubereitungen und Schmelzkäsezubereitungen zur Erzielung einer besonderen Geschmacksrichtung, ohne einen Milchbestandteil zu ersetzen, zugesetzt werden, ausgenommen die in § 3 Abs. 1 oder in § 4 Abs. 1 genannten Stoffe sowie Milch und Milcherzeugnisse.
2Im Falle der Herstellung von Käsezubereitungen aus Speisequark sind die in § 3 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe b genannten Stoffe beigegebene Lebensmittel.
1Die Vorschriften dieser Verordnung gelten nur für das gewerbsmäßige Herstellen und Inverkehrbringen von Käse und Erzeugnissen aus Käse.
2Dem gewerbsmäßigen Herstellen oder Inverkehrbringen im Sinne dieser Verordnung steht es gleich, wenn Käse oder Erzeugnisse aus Käse für Mitglieder von Genossenschaften oder ähnlichen Einrichtungen oder in Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung hergestellt oder abgegeben werden.
(1) Bei der Herstellung von Käse, ausgenommen Molkenkäse, dürfen außer Käsereimilch (§ 1 Abs. 2) nur verwendet werden
(2) Bei der Herstellung von Molkenkäse dürfen außer den in § 1 Abs. 3 genannten Erzeugnissen nur die in Absatz 1 Nr. 2 genannten Stoffe verwendet werden.
(2a) 1Bei der Herstellung von Sauermilchkäse dürfen außer Sauermilchquark nur die in Absatz 1 Nr. 2 genannten Stoffe verwendet werden.
2Dem Sauermilchquark dürfen Frischkäse und bis zu 9% seines Gewichtes Milcheiweißerzeugnisse zugesetzt sein.
(2b) Der Sauermilchquark muß aus entrahmter Milch unter Verwendung von Milchsäurebakterien, auch unter Mitverwendung von Lab oder Labaustauschstoffen und unter Wärmeeinwirkung, hergestellt sein; er muß eine fettfreie Milchtrockenmasse von mindestens 32% aufweisen.
(3) (weggefallen)
(3a) weggefallen)
(4) (weggefallen)
(1) Bei der Herstellung von Erzeugnissen aus Käse dürfen außer den in den Begriffsbestimmungen für diese Erzeugnisse in § 1 Abs. 4 jeweils genannten Erzeugnissen nur verwendet werden
(2) Bei der Herstellung von Käsezubereitungen muß der Gewichtsanteil des Käses an den insgesamt zur Herstellung verwendeten Stoffen mindestens 50 v.H. betragen.
(3) Käsezubereitungen und Schmelzkäsezubereitungen dürfen an beigegebenen Lebensmitteln nicht mehr als 15 v.H. des Gesamtgewichts des Fertigerzeugnisses enthalten.
(4) Käsezubereitungen aus Frischkäse, die unter Verwendung von Früchten, Fruchterzeugnissen, Gemüse oder Gemüseerzeugnissen hergestellt werden, dürfen abweichend von Absatz 3 bis zu 30 v. H. des Gesamtgewichts des Fertigerzeugnisses an diesen Lebensmitteln enthalten.
1Käse und Erzeugnisse aus Käse dürfen nach ihrem Fettgehalt in der Trockenmasse nur in den folgenden Fettgehaltsstufen in den Verkehr gebracht werden:
2
| Fettgehaltsstufe | Fettgehalt in der Trockenmasse | |
| Doppelrahmstufe | höchstens | 87% |
| mindestens | 60% | |
| Rahmstufe | mindestens | 50% |
| Vollfettstufe | mindestens | 45% |
| Fettstufe | mindestens | 40% |
| Dreiviertelfettstufe | mindestens | 30% |
| Halbfettstufe | mindestens | 20% |
| Viertelfettstufe | mindestens | 10% |
| Magerstufe | weniger als | 10%. |
(1) 1Käse wird nach dem Wassergehalt in der fettfreien Käsemasse in folgende Käsegruppen eingeteilt:
2
| Käsegruppe | Wassergehalt in der fettfreien Käsemasse |
|---|---|
| Hartkäse | 56% oder weniger |
| Schnittkäse | mehr als 54% bis 63% |
| Halbfester Schnittkäse | mehr als 61% bis 69% |
| Sauermilchkäse | mehr als 60% bis 73% |
| Weichkäse | mehr als 67% |
| Frischkäse | mehr als 73%. |
(1a) Absatz 1 gilt nicht für
(2) Standardsorten mit Ausnahme von Schichtkäse und der Standardsorten bei Sauermilchkäse werden abweichend von Absatz 1 nach dem Mindestgehalt an Trockenmasse in Käsegruppen nach Anlage 1 eingeteilt.
(1) Käse darf unter der Bezeichnung einer Standardsorte der Anlage 1 nur in den Verkehr gebracht werden, wenn er den Vorschriften der Anlage 1 über die Herstellung und Beschaffenheit der Standardsorte und in seinen sonstigen Eigenschaften dem Sortentyp der Standardsorte entspricht.
(2) Anstelle der Bezeichnung nach Anlage 1 dürfen verwendet werden
(3) 1Andere Käse als Standardsorten dürfen nicht mit einer Angabe in den Verkehr gebracht werden, die auf eine Standardsorte hinweist.
2Frischkäse mit weniger als 40% Fett in der Trockenmasse darf nicht mit einem Hinweis auf Sahne oder Rahm in den Verkehr gebracht werden.
Käse darf unter einer der in Anlage 1b Spalte 1 aufgeführten geographischen Herkunftsbezeichnungen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn er
(1) Im Inland hergestellter Käse darf nach Maßgabe der Absätze 2 bis 10 unter der Gütebezeichnung "Markenkäse" in den Verkehr gebracht werden.
(2) 1Die Bezeichnung "Markenkäse" darf nur auf Grund einer Genehmigung verwendet werden.
2Die Genehmigung wird für Betriebe, die Käse herstellen oder fertiglagern, auf Antrag von der nach Landesrecht zuständigen Behörde (Überwachungsstelle) erteilt, wenn der verantwortliche technische Leiter sowie die bauliche und technische Einrichtung des Betriebes die Gewähr dafür bieten, daß der hergestellte oder fertiggelagerte Käse der Güteklasse Markenkäse entsprechen wird.
3Bei Betrieben, die Käse herstellen oder fertiglagern, muß ferner Käse der Sorte, für die die Genehmigung beantragt ist, in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Prüfungen den Anforderungen an Markenkäse entsprochen haben.
(3) Fertiglagerer dürfen Käse unter der Bezeichnung "Markenkäse" nur in den Verkehr bringen, wenn er in einem Betrieb hergestellt ist, für den die Genehmigung zur Verwendung der Bezeichnung "Markenkäse" erteilt ist.
(4) 1Die Genehmigung ist zurückzunehmen, wenn nachträglich bekannt wird, daß eine der Voraussetzungen des Absatzes 2 Satz 2 nicht vorgelegen hat.
2Sie ist zu widerrufen, wenn
(5) Bei Betrieben, die Käse unter der Bezeichnung "Markenkäse" herstellen oder fertiglagern, sind Proben der Käsesorten abzurufen oder zu entnehmen und auf ihre Güte zu prüfen.
(6) (weggefallen)
(7) 1Die Betriebe haben zu den Prüfungen auf Anforderung und nach näherer Bestimmung der Überwachungsstelle Proben der Käsesorten, für die die Bezeichnung "Markenkäse" geführt werden soll, auf ihre Kosten einzusenden, abzugeben oder bereitzustellen.
2Sie haben ferner die Entnahme von Proben zu dulden.
(8) Die Überwachungsstelle oder die von ihr Beauftragten haben in Betrieben, die Markenkäse herstellen oder fertiglagern, jährlich in der Regel zwei Betriebskontrollen durchzuführen.
(9) Für die Durchführung der Güteprüfungen gelten die Bestimmungen der Anlage 4.
(10) Käse darf unter der Bezeichnung "Markenkäse" nur in den Verkehr gebracht werden, wenn er
(11) 1Für Markenkäse darf das nebenstehend abgebildete Gütezeichen verwendet werden.
2Das Gütezeichen besteht aus einem stilisierten Adler mit ovaler Umrandung.
3Die Umrandung enthält die Inschrift "In Deutschland geprüfte Markenware".
4
Fundstelle: BGBl. I 2004, 1704)
(12) (weggefallen)
(1) Käse, der in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union hergestellt ist, darf im Geltungsbereich dieser Verordnung unter der Bezeichnung "Markenkäse", auch in Verbindung mit einem Hinweis auf das Herstellungsland, nur in den Verkehr gebracht werden, wenn der Käse den Anforderungen des § 11 Abs. 10 entspricht.
(2) Die nach Landesrecht zuständigen Behörden prüfen, ob die Voraussetzungen des § 11 Abs. 10 im Zeitpunkt des Inverkehrbringens im Inland erfüllt sind.
(3) § 11 Abs. 11 findet Anwendung.
Schmelzkäse und Schmelzkäsezubereitungen dürfen unbeschadet der sonstigen Anforderungen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie den in Anlage 2 für die einzelnen Fettgehaltsstufen festgelegten Gehalt an Trockenmasse aufweisen.
Anstelle der Bezeichnung "Schmelzkäse" darf die Bezeichnung "Kochkäse" verwendet werden, wenn zur Herstellung nur Sauermilchquark oder Labquark, auch unter Zusatz von Schnittkäse (ohne Rinde oder Haut) bis zu acht Gewichtshundertteilen, bezogen auf das Fertigerzeugnis, und an anderen Milcherzeugnissen nur Sahne (Rahm), Butter oder Butterschmalz verwendet worden sind.
(1) Käse und Erzeugnisse aus Käse dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie nach den Vorschriften dieser Verordnung gekennzeichnet sind.
(2) Bei Käse und Erzeugnissen aus Käse in Fertigpackungen im Sinne des § 42 Absatz 1 des Mess- und Eichgesetzes, die zur Abgabe an den Verbraucher bestimmt sind, muß die Kennzeichnung enthalten
(2a) Abweichend von Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe a kann bei Käse mit einer Ursprungsbezeichnung oder geografischen Angabe im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 510/2006 des Rates vom 20. März 2006 zum Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (ABl. L 93 vom 31.3.2006, S. 12) die danach vorgesehene Bezeichnung verwendet werden.
(3) Bei Fertigpackungen, deren größte Einzelfläche weniger als 10
(4) Für die Art und Weise der Kennzeichnung nach Absatz 2 sowie die Kennzeichnung der Nennfüllmenge nach § 7 Abs. 1 des Eichgesetzes gilt § 3 Abs. 3 und 4 der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung entsprechend.
(5) Die Absätze 2 bis 4 gelten nicht für Käse und Erzeugnisse aus Käse in Fertigpackungen, die in der Verkaufsstätte zur alsbaldigen Abgabe an den Verbraucher hergestellt und dort, jedoch nicht zur Selbstbedienung, abgegeben werden.
(6) Bei Käse und Erzeugnissen aus Käse, die unverpackt oder in Fertigpackungen im Sinne des Absatzes 5 an den Verbraucher abgegeben werden, sind auf einem Schild bei der Ware in deutscher Sprache deutlich sichtbar und in leicht lesbarer Schrift anzugeben
(1) Bei Käse muß die Kennzeichnung ferner enthalten
(2) 1Wird Käse in geriebenem Zustand in den Verkehr gebracht, muß statt der Angabe der Verkehrsbezeichnung nach § 14 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a die Bezeichnung "geriebener Käse" mit dem Zusatz "hergestellt aus ..." oder, sofern nur eine Käsesorte verwandt wird, die Bezeichnung der Käsesorte mit dem Zusatz "gerieben" angegeben werden.
2Werden mehrere Käsesorten in geriebenem Zustand vermischt in den Verkehr gebracht, ist anstelle der Angabe nach Absatz 1 Nr. 1 der Fettgehalt in der Trockenmasse des Gesamterzeugnisses anzugeben.
(3) (weggefallen)
(4) (weggefallen)
(5) Hartkäse, Schnittkäse und halbfester Schnittkäse, der mit Lebensmittelbedarfsgegenständen aus Kunststoff beschichtet worden ist, darf nur in den Verkehr gebracht werden, wenn er durch die Angabe "Kunststoffüberzug nicht zum Verzehr geeignet" kenntlich gemacht ist.
(6) Wird bei einem Käse oder Erzeugnis aus Käse der Laktosegehalt verringert, darf der Hinweis auf das Nichtvorhandensein von Laktose nur erfolgen, soweit der Laktosegehalt nach Maßgabe der nach § 64 Absatz 1 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches in seiner jeweils geltenden Fassung für die Feststellung von Laktose veröffentlichten Prüfungsmethode unter 0,1 Gramm je 100 Gramm des Fertigerzeugnisses liegt und die Kennzeichnung die Angabe „Laktosegehalt: unter 0,1 g/100 g“ oder eine inhaltsgleiche Angabe enthält.
(1) Bei Erzeugnissen aus Käse muß die Kennzeichnung ferner enthalten
(2) Die Bezeichnung "Käsezubereitung" kann ersetzt werden durch die Bezeichnung "Frischkäsezubereitung", wenn als Käse nur Frischkäse, oder durch die Bezeichnung einer Standardsorte der Gruppe Frischkäse in Verbindung mit dem Wort "-zubereitung", wenn als Käse nur diese Standardsorte verwendet worden ist.
(3) (weggefallen)
(1) Erzeugnisse aus Käse dürfen in der Kennzeichnung einen besonderen Hinweis auf eine Standardsorte oder auf einen anderen Käse enthalten.
(2) 1Erzeugnisse aus Käse im Sinne des § 1 Abs. 4 Nr. 1 bis 3 dürfen ferner in der Kennzeichnung einen besonderen Hinweis auf eine Standardsorte nur enthalten, wenn sie den Fettgehalt in der Trockenmasse aufweisen, der für die angegebene Standardsorte festgelegt ist.
2Die Kennzeichnung bei Schmelzkäse darf einen Hinweis auf eine Standardsorte, für die ein Fettgehalt in der Trockenmasse von 45% oder mehr festgelegt ist, auch dann enthalten, wenn der Fettgehalt in der Trockenmasse des Schmelzkäses um bis zu 2,5% niedriger ist als bei der angegebenen Standardsorte.
(1) 1Wer einen Labaustauschstoff herstellen will, bedarf hierzu der Genehmigung der zuständigen Behörde.
2Labaustauschstoffe im Sinne dieser Verordnung sind Zubereitungen von Enzymen mikrobiellen Ursprungs, die dazu bestimmt sind, anstelle von Lab zur Dicklegung von Milch bei der Käseherstellung verwendet zu werden.
(2) Die Genehmigung wird nur erteilt, wenn
(3) Die Erteilung der Genehmigung ist mit der Auflage zu verbinden, daß der Antragsteller
(4) 1Die Genehmigung ist zurückzunehmen, wenn nachträglich bekannt wird, daß eine zu ihrer Erteilung erforderliche Voraussetzung nicht vorgelegen hat.
2Sie ist zu widerrufen, wenn eine dieser Voraussetzungen nachträglich weggefallen oder eine mit ihr verbundene Auflage nicht eingehalten ist und diesem Mangel nicht innerhalb einer von der zuständigen Behörde zu setzenden angemessenen Frist abgeholfen wird.
(5) Labaustauschstoffe sind als gesundheitlich unbedenklich anzusehen, wenn
(6) Räume, Einrichtungen und Geräte, die der Herstellung von Labaustauschstoffen dienen und insbesondere mit zu ihrer Herstellung verwendeten Mikroorganismen unmittelbar oder mittelbar in Berührung kommen, müssen nach jeder Benutzung, mindestens jedoch einmal täglich, gründlich gereinigt und desinfiziert werden.
(1) 1Wer Labaustauschstoffe in den Geltungsbereich dieser Verordnung verbringen will, hat dies der für den Ort der Zollabfertigung zuständigen Behörde zuvor anzumelden und nach dem Muster der Anlage 5 nachzuweisen, daß die Labaustauschstoffe den Anforderungen nach § 20 Abs. 5 genügen.
2Die zuständige Behörde hat zu prüfen, ob der Nachweis als ausreichend anzusehen ist; das Ergebnis der Prüfung ist dem Anzeigenden mitzuteilen.
(2) 1Labaustauschstoffe dürfen in den Geltungsbereich dieser Verordnung nur verbracht werden, wenn
(3) 1Die Ausstellung der Bescheinigung nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 4 darf im Zeitpunkt der zollamtlichen Abfertigung nicht länger als einen Monat zurückliegen.
2Die Bescheinigung ist von der zuständigen Behörde des Versandlandes auszustellen.
3Die Bescheinigung muß in deutscher Sprache abgefaßt sein und in dreifacher Ausfertigung vorgelegt werden; die Urschrift wie auch die erste und zweite Mehrausfertigung sind als solche zu kennzeichnen.
4Eine Mehrausfertigung der Bescheinigung ist von der Zollstelle auf Kosten des Verfügungsberechtigten der nach Absatz 1 zuständigen Behörde zuzuleiten.
1Lab-Pepsin-Zubereitungen und Labaustauschstoffe dürfen nur in Packungen oder Behältnissen in den Verkehr gebracht werden.
2Auf den Packungen oder Behältnissen ist an einer in die Augen fallenden Stelle deutlich sichtbar und in leicht lesbarer Schrift in deutscher Sprache anzugeben
Die Länder bleiben befugt, Vorschriften zu erlassen
(1) Außerhalb des Geltungsbereichs dieser Verordnung hergestellte Käse und Erzeugnisse aus Käse (ausländische Käse und Erzeugnisse aus Käse), die nicht den Vorschriften dieser Verordnung entsprechen, dürfen vorbehaltlich des Absatzes 3 in den Verkehr gebracht werden, wenn sie nach den Rechtsvorschriften des Herstellungslandes hergestellt und dort verkehrsfähig sind.
(2) (weggefallen)
(3) 1Ausländische Käse und Erzeugnisse aus Käse, die den in dieser Verordnung bezeichneten Anforderungen an die Herstellung nicht entsprechen, dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn zusätzlich zu der Kennzeichnung nach den §§ 14 bis 17 auf der Fertigpackung oder dem Hinweisschild deutlich lesbar auf die Abweichung hingewiesen wird.
2Der Hinweis ist in Verbindung mit der Verkehrsbezeichnung anzugeben, sofern nicht durch eine Angabe im Zutatenverzeichnis eine Irreführung des Verbrauchers ausgeschlossen werden kann.
3Zusätzlich zu der Verkehrsbezeichnung nach § 14 Abs. 2 Nr. 1 darf auch die Verkehrsbezeichnung des Herstellungslandes verwendet werden.
(4) (weggefallen)
Die Vorschriften dieser Verordnung finden keine Anwendung auf
(1) (weggefallen)
(2) Nach § 59 Abs. 1 Nr. 21 Buchstabe a des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches wird bestraft, wer entgegen § 20 Abs. 1 Satz 1 Labaustauschstoffe ohne Genehmigung herstellt.
(3) (weggefallen)
(4) Nach § 59 Abs. 1 Nr. 21 Buchstabe a des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches wird bestraft, wer entgegen § 15 Abs. 5 oder § 28 Abs. 3 Satz 1 dort genannten Käse oder ein Erzeugnis aus Käse in den Verkehr bringt.
(5) Wer eine in den Absätzen 2 und 4 bezeichnete Handlung fahrlässig begeht, handelt nach § 60 Abs. 1 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches ordnungswidrig.
(6) Ordnungswidrig im Sinne des § 60 Abs. 2 Nr. 26 Buchstabe a des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
(7) Ordnungswidrig im Sinne des § 60 Abs. 2 Nr. 26 Buchstabe a des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
(8) Ordnungswidrig im Sinne des § 60 Abs. 2 Nr. 26 Buchstabe b des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 9 Absatz 2 Nummer 2 des Milch- und Margarinegesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 9 Absatz 2 Nummer 2 des Milch- und Margarinegesetzes handelt auch, wer vorsätzlich oder fahrlässig
(3) Ordnungswidrig im Sinne des § 30 Abs. 1 Nr. 9 des Milch- und Fettgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig Käse mit dem Gütezeichen nach § 11 Abs. 11 in den Verkehr bringt, ohne hierzu berechtigt zu sein.
(1) Diese Verordnung ist nicht anzuwenden, soweit ihr Bestimmungen entgegenstehen aus
(2) Wird Käse oder ein Erzeugnis aus Käse in einer in § 4 der Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung geregelten Form der Abgabe in den Verkehr gebracht, so ist diese Verordnung nur vorbehaltlich des § 4 der Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung anzuwenden.
(3) 1Soweit in dieser Verordnung auf die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung oder Vorschriften der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung verwiesen wird, ist die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung in der bis zum 12. Juli 2017 geltenden Fassung weiter anzuwenden.
2Die Absätze 1 und 2 bleiben unberührt.
Diese Verordnung tritt am 14. Juli 2026 außer Kraft.
| A. |
||||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | |
|
Gruppe |
Standard- sorte |
Herstellungs- vorschriften |
Beschaffenheit | Sonstige Eigenschaften | ||||
| Zur Herstellung dürfen Milch und daraus gewonnene Buttermilch, Sahne (Rahm), Süßmolke, Sauermolke und Molkensahne (Molkenrahm) verwendet werden, sofern nachstehend nichts anderes bestimmt ist; die Eindickung darf, ausgenommen die Standardsorten der Gruppe Frischkäse, nur durch Entzug von Wasser erfolgen; Laktase darf bei den Standardsorten der Gruppe Frischkäse verwendet werden; außerdem dürfen bei der Herstellung bestimmte Gewürze, auch in Form von Gewürzzubereitungen, und die ihnen entsprechende Aromen mit natürlichen Aromastoffen verwendet werden, die bei der jeweiligen Standardsorte angegeben sind. | Fettgehalts- stufen |
Mindestgehalt an Trocken- masse - und Eiweißgehalt bei Frischkäse der Standardsorte Speisequark - in 100 Gewichtsteilen |
Herstellungs- gewicht |
Mindestalter (ausgenommen bei Lieferung an Fertiglagerer) |
A = | Aussehen - Äußeres | ||
| B = | Aussehen - Inneres und Konsistenz |
|||||||
| C = | Geruch und Geschmack | |||||||
| Bei Frischkäse: | ||||||||
| A = | Aussehen | |||||||
| B = | Gefüge | |||||||
| C = | Geruch und Geschmack | |||||||
| Hartkäse | Emmentaler | Vollfettstufe | 60 | 40 bis 130 kg |
2 Monate | A | Griffeste, goldgelbe bis bräunlich glatte Rinde mit leicht nach außen gewölbter Randfläche, die Rinde kann auch fehlen | |
| B | Mattgelb, möglichst regelmäßig verteilte Kirschlochung, geschmeidiger und elastischer Teig | |||||||
| C | Mild aromatisch, nußkernartig | |||||||
| Bergkäse | mindestens Vollfettstufe |
62 | 15 bis 50 kg |
3 Monate | A | Griffeste, geschlossene, dunkelgelb bis bräunlich schattierte Rinde, leicht nach außen gewölbte Randflächen | ||
| B | Einfarbig, mattgelb, geringe erbsengroße Lochung, je nach Alter fester bis mittelfester geschmeidiger Teig | |||||||
| C | Je nach Alter pikant bis kräftig, würzig, nußkernartig | |||||||
| Chester (Cheddar) |
- | Vollfettstufe Rahmstufe |
60 62 |
3 Monate | A | Lückenlos geschlossene Oberfläche | ||
| B | Hellgelb bis orange, schlitzförmige Bruchlochung, nicht krümeliger Teig, auf der Zunge schmelzend | |||||||
| C | Schwach säuerlich bis leicht pikant | |||||||
| Schnittkäse | Gouda | Pfeffer, Kümmel | Dreiviertel- fettstufe Fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe |
49 53 55 57 |
0,3 bis 30 kg |
5 Wochen | A | Trockene und glatte Rinde, auch mit einem leichten weißlichen Schimmelbelag, die Rinde kann auch fehlen |
| B | Elfenbeinfarbig bis gelb, mattglänzend, runde oder auch ovale Lochung von etwa Erbsgröße, gleichmäßig im Teig verteilt, jedoch nicht sehr zahlreich, fester, aber noch geschmeidiger Teig | |||||||
| C | Mild bis leicht pikant, jedoch nicht säuerlich | |||||||
| Edamer | - | Dreiviertel- fettstufe Fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe |
49 53 55 57 |
0,3 bis 20 kg |
5 Wochen | A | Trockene und glatte Rinde, auch mit einem leichten weißlichen Schimmelbelag, die Rinde kann auch fehlen | |
| B | Elfenbeinfarbig bis goldgelb, mattglänzend, nur vereinzelte Lochung von runder oder ovaler Form bis zu Erbsgröße, geschmeidiger, sich fettig anfühlender Teig, weicher als bei Goudakäse | |||||||
| C | Mild und rein, nicht säuerlich | |||||||
| Tilsiter | Pfeffer, Kümmel | Dreiviertel- fettstufe Fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe Doppel- rahmstufe |
49 53 55 57 61 |
1,5 bis 20 kg |
5 Wochen | A | Gut angetrocknete Schmiere, auch gewaschen nach abgeschlossener Reifung, auch rindenlos | |
| B | Elfenbeinfarbig bis hellgelb, Löcher von Schlitz- oder Gerstenkornform, auch runde Löcher daneben, Teig geschmeidig, jedoch nicht kurz oder bröckelig | |||||||
| C | Leicht herb bis pikant, auch leicht säuerlich, jedoch nicht sauer | |||||||
| Wilster- marschkäse |
- | Vollfettstufe Rahmstufe |
53 56 |
1,5 bis 20 kg |
4 Wochen | A | Glatte Oberfläche, auch rindenlos | |
| B | Geschmeidiger, aber schnittfester Teig mit speckigem Griff und glänzender Schnittfläche, blaßgelb bis weißlichgelb, gleichmäßige, feinporige Bruchlochung | |||||||
| C | Leicht säuerlich und leicht herb | |||||||
| Halbfeste Schnittkäse |
Stein- buscher |
- | Dreiviertel- fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe |
44 50 53 |
200 bis 1000 g |
3 Wochen | A | Gelbbraun bis rötlich, möglichst wenig Schmiere |
| B | Angereifte Teigmasse gelb, wenig Bruchlöcher, davon wenig runde Löcher, geschmeidiger Teig | |||||||
| C | Mild bis leicht pikant | |||||||
| Edelpilz- käse |
auch aus Schafmilch oder einem Gemisch von Kuhmilch und Schafmilch; Reifung nur mit Kulturen von Penicillium Roqueforti | Vollfettstufe Rahmstufe Doppel- rahmstufe |
48 50 55 |
2 bis 5 kg | 5 Wochen | A | Die Durchlöcherung für das Pilzwachstum soll erkennbar sein | |
| B | Weißer bis gelblicher Farbton, der Teig muß von dunkelgrünen oder blauen Schimmeladern durchzogen sein, marmorierte Schnittfläche, im Teig Bruchlöcher, leicht krümelig, dabei jedoch geschmeidig | |||||||
| C | Pikant bis stark pikant | |||||||
| Butterkäse | - | Vollfettstufe Rahmstufe Doppel- rahmstufe |
48 50 55 |
250 g bis 20 kg |
- | A | Geschmeidige Haut von gelbbrauner bis rötlicher Farbe, die Haut kann auch fehlen | |
| B | Schnittfläche des Teiges gelblicher Farbton, Teig auch mit Lochung, Teig halbfest bis schnittfest und durch die ganze Masse gleichmäßig gereift | |||||||
| C | Mild und feinsäuerlich | |||||||
| Weißlacker | - | Fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe |
45 47 49 |
1 bis 2 kg | - | A | Weißgelbe Oberfläche, bedeckt mit dünnflüssiger lackartiger Schmiere | |
| B | Helle Schnittfläche, nur wenige Bruchlöcher, sonst keine Lochung, durch die ganze Masse gleichmäßig gereift | |||||||
| C | Stark pikant bis scharf | |||||||
| Weichkäse | Camem- bert |
Reifung nur mit Kulturen von Penicillium camembertii (Camembertschimmel) und Geotrichum candidum (Milchschimmel) | Dreiviertel- fettstufe Fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe Doppel- rahmstufe |
38 42 44 46 52 |
80 bis 400 g |
- | A | Gleichmäßig mit Camembertschimmel bedeckt, an den Rändern kann Rotschmiere sein |
| B | Farbe des Teiges weiß bis rahmgelb, im Teig außer einigen Bruchlöchern keine Löcher, Teig im gereiften Zustand geschmeidig | |||||||
| C | Mild aromatisch | |||||||
| Brie | Reifung nur mit Kulturen von Penicillium camembertii (Camembertschimmel) und Geotrichum candidum (Milchschimmel) | Vollfettstufe Rahmstufe Doppel- rahmstufe |
44 46 52 |
1 bis 3 kg Bei Verwendung einer Form- und Portionierungseinrichtung sind auch Gewichte von 100 bis 1000 g zulässig |
- | A | Gleichmäßig mit Camembertschimmel bedeckt, an den Rändern kann Rotschmiere sein | |
| B | Farbe des Teiges weiß bis rahmgelb, im Teig außer einigen Bruchlöchern keine Löcher, Teig im gereiften Zustand geschmeidig | |||||||
| C | Aromatisch, leicht säuerlich bis leicht pikant | |||||||
| Romadur | - | Halbfett- stufe Dreiviertel- fettstufe Fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe Doppel- rahmstufe |
35 38 42 44 46 52 |
80 bis 180 g |
- | A | Geschmeidige Haut mit gelbbrauner bis rötlicher Schmiere | |
| B | Schnittfläche des Teiges mattglänzend weiß, angereifte Teigmasse bis hellgelb, im Teig nur einige Bruchlöcher, weichschnittiger Teig, jedoch nicht von fließender Beschaffenheit | |||||||
| C | Mild bis leicht pikant | |||||||
| Limburger | - | Halbfettstufe Dreiviertel- fettstufe Fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe |
35 38 42 44 46 |
180 bis 1000 g |
- | A | Geschmeidige Haut mit gelbbrauner bis rötlicher Schmiere | |
| B | Schnittfläche des Teiges mattglänzend weiß, angereifte Teigmasse bis hellgelb, im Teig nur einige Bruchlöcher, weichschnittiger Teig, jedoch nicht von fließender Beschaffenheit | |||||||
| C | Würzig bis pikant | |||||||
| Münsterkäse | - | Vollfettstufe Rahmstufe |
44 46 |
80 bis 1000 g |
- | A | Gelblich-rote Schmiere mit guter Hautbildung | |
| B | Weißgelbe Schnittfläche, geschmeidiger geschlossener Teig | |||||||
| C | Mild und fein | |||||||
| Frischkäse | Speisequark | nur aus Milch, Sahne oder entrahmter Milch oder daraus anfallender Molke; der Anteil des Molkeneiweißes am Gesamteiweißgehalt darf nicht größer als 18,5 % sein | Magerstufe Viertelfett- stufe Halbfettstufe Dreiviertel– fettstufe Fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe Doppel- rahmstufe |
18 - 12,0 19 - 11,3 20 - 10,5 22 - 9,7 24 - 8,7 25 - 8,2 27 - 8,0 30 - 6,8 |
- | - | A | Milchigweißer bis rahmgelber Farbton |
| B | Teig gleichmäßig weich, zart-geschmeidig bis pastenartig; zugesetzte Sahne, auch geschlagene, soll in der ganzen Teigmasse gleichmäßig verteilt enthalten sein | |||||||
| C | Leicht rein milchsauer | |||||||
| Schichtkäse | nur aus Milch, Sahne oder entrahmter Milch | Viertelfett- stufe und höhere Fettgehalts- stufen |
- | - | - | A | Milchigweißer bis rahmgelber Farbton | |
| B | Schnittfläche des Teiges mattglänzend, im Innern sollen Schichten erkennbar sein, gelbliche Schichten müssen fettreicher als hellere Schichten sein, im Teig nur wenige Bruchlöcher, zart-geschmeidiger und formfester Teig | |||||||
| C | Rein milchsauer | |||||||
| Rahmfrischkäse | nur aus Milch, Sahne oder entrahmter Milch | Rahmstufe | 39 | - | - | A | Milchigweißer bis schwachgelber Farbton | |
| B | Keine Lochung, pastenartiger und streichfähiger Teig | |||||||
| C | Leicht feinsäuerlich | |||||||
| Doppel- rahmfrischkäse |
wie Rahmfrischkäse | Doppel- rahmstufe |
44 | - | - | A | Wie Rahmfrischkäse | |
| B | Wie Rahmfrischkäse | |||||||
| C | Wie Rahmfrischkäse | |||||||
| B. |
|||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | |
| Standard- sorte |
Herstellungsvorschriften |
Beschaffenheit |
Sonstige Eigenschaften |
||
| Bei der Herstellung dürfen bestimmte Gewürze, auch in Form von Gewürzzubereitungen, und die ihnen entsprechenden Aromen mit natürlichen Aromastoffen verwendet werden, die bei der jeweiligen Standardsorte angegeben werden. | Fettgehalts- stufe |
Herstellungs- gewicht |
A = | Aussehen - Äußeres | |
| B = | Aussehen - Inneres und Konsistenz | ||||
| C = | Geruch und Geschmack | ||||
| Harzer-Käse, Mainzerkäse |
Reifung nur mit Gelb- oder Rotschmierebakterien (Typ “Gelbkäse”); auch mit Kümmel |
Magerstufe | 25 bis 125 g |
A | Glatte Oberfläche mit goldgelber bis rötlich-brauner Schmiere |
| B | Weißlicher bis leicht gelblicher Farbton, geschmeidig-fester Teig | ||||
| C | Mild pikant bis pikant | ||||
| Handkäse, Bauern- handkäse, Korbkäse, Stangen- käse Spitzkäse |
Herstellung zulässig als Typ “Gelbkäse” und als Typ “Edelschimmelkäse” (Reifung überwiegend durch Edelschimmel). Bei Typ “Edelschimmelkäse” Reifung nur mit Camembertschimmel; auch mit Kümmel | Magerstufe | 25 bis 125 g |
Als Typ “Gelbkäse” Eigenschaften wie Harzer-Käse. Als Typ “Edelschimmelkäse” folgende Eigenschaften: |
|
| A | Gleichmäßig mit Camembertschimmel bedeckt | ||||
| B | Weißlicher bis leicht gelblicher Farbton, geschmeidig-fester Teig | ||||
| C | Mild-aromatisch bis leicht pikant | ||||
| Olmützer Quargel |
Herstellung nur zulässig als Typ “Gelbkäse”; auch mit Kümmel | Magerstufe | 12 bis 17 g | A | Eigenschaften wie Harzer-Käse |
| B | Teig fester als bei Harzer-Käse | ||||
| C | Pikant | ||||
| C. Standardsorten bei Pasta filata Käse |
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| Standard- sorte |
Herstellungs- vorschrift |
Beschaffenheit | Sonstige Eigenschaften |
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| Fettgehalts- stufen |
Mindest- gehalt an Trocken- masse in 100 Ge- wichts- teilen |
Herstellungs- gewicht |
Mindest- alter |
A. | Aussehen - Äußeres | ||
| B. | Aussehen - Inneres und Konsistenz | ||||||
| C. | Geruch und Geschmack | ||||||
| Provolone | gereift Laktase darf verwendet werden. |
Dreiviertel- fettstufe Fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe |
49 51 53 55 |
0,3 bis 50 kg |
15 Tage | A. | rund, birnenförmig oder zylindrisch, glänzend |
| B. | wenig Lochung und Spalten, faserige Struktur, weiß bis strohgelb | ||||||
| C. | mild bis pikant | ||||||
| Mozzarella | nicht gereift, auch in Aufguß- flüssigkeit |
Halbfettstufe Dreiviertel- fettstufe Fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe Doppelrahm- stufe |
24 26 29 31 34 38 |
A. | weiß bis leicht gelblich, glatt, geschlossene Oberfläche | ||
| B. | Teig weich bis elastisch, faserige Struktur | ||||||
| C. | arteigen nach Milch, neutral bis mild säuerlich | ||||||
| Schnittfester Mozzarella (Mozzarella schnittfest) |
nicht gereift | Halbfettstufe Dreiviertel- fettstufe Fettstufe Vollfettstufe Rahmstufe Doppel- rahmstufe |
36 38 40 42 44 46 |
A. | weiß bis leicht gelblich, glatt, geschlossene Oberfläche | ||
| B. | Teig elastisch bis geschmeidig, faserige Struktur | ||||||
| C. | arteigen nach Milch, neutral bis mild säuerlich | ||||||
2BGBl. I 1993, 2443 - 2444)
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|---|---|---|---|---|---|
| Geographische Herkunfts-bezeichnung | Herstellungsgebiet | Herstellungsvorschriften | Mindestalter | Zusammensetzung | Sonstige Eigenschaften |
| Allgäuer Emmentaler | Landkreise Lindau (Bodensee), Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu, Ravensburg und Bodenseekreis; Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen |
Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus roher Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet nach den Bestimmungen der Milchlieferungsordnung für Milchlieferanten von Emmentalerkäsereien vom 12. August 1980 |
3 Monate Während dieser Zeit muß der Käse mindestens 4 Wochen bei einer Temperatur von mindestens 20 °C in einem Gärkeller reifen. |
Vollfettstufe Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 62 % |
Form und Gewicht: rindengereifter Rundlaib mit mindestens 60 kg Herstellungsgewicht oder Viereckblock mit mindestens 40 kg Herstellungsgewicht Lochung: mehrheitlich 1-3 cm groß, rund, spärlich bis reichlich, regelmäßig verteilt Aussehen: matt bis glänzend |
| Allgäuer Bergkäse | Landkreise Lindau (Bodensee), Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu, Ravensburg und Bodenseekreis; Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen |
Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus roher Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet nach den Bestimmungen der Milchlieferungsordnung für Milchlieferanten von Emmentalerkäsereien vom 12. August 1980 |
4 Monate | mindestens Vollfettstufe Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 62 % |
Form und Gewicht: rindengereifter Rundlaib mit 15 bis 50 kg Herstellungsgewicht Lochung: erbsengroß, vereinzelt bis spärlich |
| Altenburger Ziegenkäse | Landkreise Altenburg, Schmölln, Gera, Zeitz, Geithain, Grimma, Wurzen, Borna; Stadt Gera |
Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wird. Die Käsereimilch muß mindestens 15 % Ziegenmilch enthalten; auch unter Zusatz von Kümmel. | 14 Tage | Fettgehalt: mindestens 30 Gewichtsprozent in der Trockenmasse Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 38 % |
Form und Gewicht: Zylinder mit einem Herstellungsgewicht von 250 g bzw. halbierter Zylinder Lochung: geschlossener Teig mit geringer Bruchlochung |
| Odenwälder Frühstückskäse | Landkreise Odenwaldkreis und Bergstraße | Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen und pasteurisiert wird. Reifung nur mit Gelb- oder Rotschmierbakterien (B.Linens) |
14 Tage | Fettgehalt: mindestens 10 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.) Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 31 %, höchstens 42 % |
Form und Gewicht: rund, ohne Rinde, geschmeidige Haut mit gelblich bis rötlich brauner leicht klebender Rotschmiere und einem Herstellungsgewicht von 100 g Lochung: geschlossen mit vereinzelter Bruchlochung |
| Sonneborner Weichkäse | Landkreise Altenburg und Schmölln | Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wird, unter Zusatz von Gewürzen. | 14 Tage | Fettgehalt: mindestens 30 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.) Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 38 % |
Form und Gewicht: Zylinder mit einem Herstellungsgewicht von 125 g Lochung: geschlossener Teig mit geringer Bruchlochung |
| Tiefländer | Landkreise Malchin, Grimmen, Altentreptow, Teterow, Demmin, Güstrow, Waren | Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wird. | 8 Wochen | Fettgehalt: mindestens 45 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.) Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 61 % |
Form und Gewicht: runder oder quaderförmiger Laib mit 6 bis 15 kg Herstellungsgewicht Lochung: spärlich bis reichlich, erbsen- bis kirschgroß, mehr oder weniger gleichmäßig verteilt |
| Tollenser | Landkreise Altentreptow, Teterow, Malchin, Demmin, Neubrandenburg und Stadt Neubrandenburg | Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wind. | 6 Wochen | Fettgehalt: mindestens 40 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.) Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 50 % |
Form und Gewicht: quaderförmiger Laib mit etwa 3 kg Herstellungsgewicht Lochung: zahlreich, in Schlitz- oder Gerstenkornform, die gleichmäßig über die gesamte Schnittfläche verteilt ist. |
2BGBl. I 2004, 1705)
| Mindestgehalte an Trockenmasse in hundert Gewichtsteilen | |
| Schnittfähiger Schmelzkäse | |
| - mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von 50% oder mehr | 50% |
| - mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von weniger als 50% | 34% |
| Streichfähiger Schmelzkäse | |
| - mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von 50% oder mehr | 40% |
| - mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von weniger als 50% | 30% |
| Schmelzkäsezubereitung | 20% |
| Kochkäse | |
| - Doppelrahmstufe | 42% |
| - Rahmstufe | 36% |
| - Vollfettstufe | 34% |
| - Fettstufe | 32% |
| - Dreiviertelfettstufe | 29% |
| - Halbfettstufe | 26% |
| - Viertelfettstufe | 24% |
| - Magerstufe | 22% |
| A) | für Aussehen-Äußeres | bis zu 5 Punkten |
| B) | für Aussehen-Inneres | bis zu 5 Punkten |
| C) | für Konsistenz | bis zu 5 Punkten |
| D) | für Geruch | bis zu 5 Punkten |
| E) | für Geschmack | bis zu 5 Punkten |
| A) | für Aussehen | bis zu 5 Punkten |
| B) | für Gefüge | bis zu 5 Punkten |
| C) | für Geruch | bis zu 5 Punkten |
| D) | für Geschmack | bis zu 5 Punkten |
2BGBl. I 1986, 432-433
....................., den ..............
An die
........................................................................
(zuständige Behörde)
........................................................................
(in)
Betr.: Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit eines
Labaustauschstoffes nach § 20 Abs. 2 Nr. 1 und § 21 Abs. 1
Satz 1 der Käseverordnung
1. a) Hersteller
Name (Firma) .....................................................
Ort ..............................................................
Straße ...........................................................
Telefon ..........................................................
Standort des Herstellungsbetriebes ...............................
b) Einführer
Name (Firma) .....................................................
Ort ..............................................................
Straße ...........................................................
Telefon ..........................................................
2. Bezeichnung des Labaustauschstoffes .................................
3. Zusammensetzung des Labaustauschstoffes .............................
(Alle Bestandteile sind nach Art und Menge mit ihren gebräuchlichen
wissenschaftlichen Bezeichnungen anzugeben. Die zur Enzymgewinnung
verwendeten Mikroorganismen sind nach Stämmen, Typen oder Varianten
unter Angabe der sie charakterisierenden Eigenschaften nach
systematischen Grundsätzen genau zu definieren.)
4. Prüfung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit
Zeit der Prüfung ....................................................
Prüfinstitut ........................................................
Unterlagen über die Prüfungsergebnisse ..............................
(Diese Unterlagen müssen Angaben über Art, Umfang und Verlauf der
Untersuchungen und die Prüfungsergebnisse begründende Einzeldaten
enthalten. Die Untersuchungen müssen dem jeweiligen Stande der
wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechen.)
5. Muster des Labaustauschstoffes in der für eine eventuelle
gesundheitliche Nachprüfung notwendigen Menge .......................
........................................................................
(Ort) (Datum) (Unterschrift des
Nachweisführenden)
2BGBl. I 1986, 433 - 434
Herkunftsland: .........................................................
Zuständiges Ministerium: ...............................................
Ausstellende Behörde: ..................................................
I. Angaben zur Identifizierung der Ware
Bezeichnung des Labaustauschstoffes: ..............................
Chargennummer(n): .................................................
Art der Verpackung: ...............................................
Anzahl der Packstücke der Sendung: ................................
Menge der Ware nach Volumen oder Gewicht: .........................
Kennzeichnung der Sendung: ........................................
II. Herkunft der Ware
Name und Anschrift des Herstellungsbetriebes: .....................
Name und Anschrift des Absenders: .................................
III. Bestimmung der Ware
Name und Anschrift des Empfängers: ................................
Die Ware wird versandt von ........................................
(Versandort)
nach ........................................
(Bestimmungsort)
IV. Bescheinigung
Die unterzeichnete zuständige Behörde bescheinigt, daß die
vorstehend bezeichnete Ware
1. in dem oben bezeichneten Herstellungsbetrieb hergestellt worden
ist, dieser Betrieb amtlich zugelassen ist und amtlich überwacht
wird;
2. hinsichtlich ihrer Herstellung und Zusammensetzung dem
Labaustauschstoff entspricht, für den der Nachweis der
gesundheitlichen Unbedenklichkeit erbracht und von .......... *)
durch Mitteilung vom ...........................................
als ausreichend angesehen worden ist;
3. hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Unbedenklichkeit durch
Untersuchung jeder Charge geprüft ist und
a) toxische Eigenschaften,
b) entwicklungsfähige, für die Herstellung verwendete Mikro-
organismen und entwicklungsfähige pathogene Mikroorganismen
und
c) Stoffe mit antibiotischer Wirkung, die therapeutisch
angewendet werden oder zu therapeutisch angewendeten Stoff-
klassen gehören,
nicht nachgewiesen worden sind.
........................................................................
(Ort und Datum) (Dienstsiegel) (zuständige Behörde)