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Verordnung über die Berufsausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie – ChemFachAusbV

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(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) 1Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in höchstens sieben Stunden eine praktische Aufgabe durchführen.
2Hierfür kommt insbesondere in Betracht:
3

Durchführen eines Herstellungs- oder Verarbeitungsprozesses unter Berücksichtigung

1.
der Produktionstechnik mit höchstens zwei verfahrenstechnischen Grundoperationen und
2.
der Anlagentechnik mit einer Montage-, einer Instandhaltungs- oder einer Wartungsarbeit.
Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er Teilprozesse nach Arbeitsplan selbständig durchführen, Arbeitszusammenhänge erkennen, Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz sowie qualitätssichernde Maßnahmen ergreifen kann.
4Bei der Bewertung der praktischen Aufgabe ist die Produktionstechnik mit 70 Prozent, die Anlagentechnik mit 30 Prozent zu gewichten.

(3) 1Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den Prüfungsbereichen

1.
Verfahrens- und Produktionstechnik,
2.
Anlagentechnik,
3.
Wirtschafts- und Sozialkunde
geprüft werden.
2In den Prüfungsbereichen Verfahrens- und Produktionstechnik sowie Anlagentechnik soll der Prüfling zeigen, dass er praxisbezogene Aufgaben lösen kann.
3Dabei sollen berufsbezogene Berechnungen, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz sowie qualitätssichernde Maßnahmen einbezogen werden.
4Es kommen Aufgaben insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
5
1.
im Prüfungsbereich Verfahrens- und Produktionstechnik:
a)
Umgehen mit Arbeitsstoffen und Bestimmen von Stoffkonstanten,
b)
verfahrenstechnische Grundoperationen,
c)
Bedienen von Anlagen;
2.
im Prüfungsbereich Anlagentechnik:
a)
installationstechnische Arbeiten,
b)
Wartung und Instandhaltung,
c)
Messtechnik;
3.
im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:
allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt.

(4) 1Der schriftliche Teil der Prüfung dauert höchstens:
2


1. im Prüfungsbereich Verfahrens- und Produktionstechnik 120 Minuten,
2. im Prüfungsbereich Anlagentechnik 60 Minuten,
3. im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 30 Minuten.

(5) 1Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Bereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann.
2Bei der Ermittlung des Ergebnisses für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 :
31 zu gewichten.

(6) 1Innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung sind die Prüfungsbereiche wie folgt zu gewichten:
2


1. Prüfungsbereich Verfahrens- und Produktionstechnik 50 Prozent,
2. Prüfungsbereich Anlagentechnik 30 Prozent,
3. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 20 Prozent.

(7) 1Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und schriftlichen Teil der Prüfung mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.
2In zwei der Prüfungsbereiche des schriftlichen Teils müssen mindestens ausreichende Leistungen, in dem weiteren Prüfungsbereich dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht worden sein.

Seite zuletzt aktualisiert am 20. Dezember '25