1Gemäß den §§ 2, 4 und 5 des Münzgesetzes vom 16. Dezember 1999 (BGBl. I S. 2402) hat die Bundesregierung beschlossen, aus Anlass der am 4. Juli 1999 im Ziegelrodauer Forst bei Nebra, Sachsen-Anhalt, gefundenen „Himmelsscheibe“, bei der es sich um einen Schlüsselfund für die europäische Vorgeschichte, die Astronomiegeschichte sowie die frühe Religionsgeschichte handelt, eine deutsche Euro-Gedenkmünze im Nennwert von 10 Euro prägen zu lassen.
2Die Auflage der Münze beträgt 1 760 000 Stück, darunter maximal 260 000 Stück in Spiegelglanzausführung.
3Die Prägung erfolgt durch die Staatliche Münze Berlin.
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4Die Münze wird ab dem 9. Oktober 2008 in den Verkehr gebracht.
5Sie besteht aus einer Legierung von 925 Tausendteilen Silber und 75 Tausendteilen Kupfer, hat einen Durchmesser von 32,5 Millimetern und eine Masse von 18 Gramm.
6Das Gepräge auf beiden Seiten ist erhaben und wird von einem schützenden, glatten Randstab umgeben.
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7Auf der Bildseite der Münze ist der astronomische Inhalt der Himmelsscheibe von Nebra sowohl realistisch als auch stilisiert dargestellt.
8Im unteren Teil der Bildseite werden vom Fundort aus gesehen die Sichtachsen der Horizontbögen in Bezug zur Landschaft abgebildet.
9Auf den seitlichen Feldern sind der Sichelmond mit Frühlingszweigen und der herbstliche Vollmond mit kahlen Zweigen wiedergegeben.
10Das wichtige Bildelement der Plejaden wird in seiner korrekten astronomischen Stellung in Form von Sternen aufgenommen, über die eine Korrespondenz zu den Europa-Sternen der Wertseite hergestellt wird.
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11Die Wertseite zeigt einen Adler, den Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, die zwölf Europa-Sterne, die Wertziffer mit der Euro-Bezeichnung sowie die Jahreszahl 2008 und das Münzzeichen „A“ der Staatlichen Münze Berlin.
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12Der glatte Münzrand enthält in vertiefter Prägung die Inschrift:
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13„DER GESCHMIEDETE HIMMEL IM HERZEN EUROPAS“.
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14Der Entwurf der Münze stammt von Herrn Bodo Broschat, Berlin.