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Bekanntmachung über die Ausprägung von Bundesmünzen im Nennwert von 10 Deutschen Mark (Gedenkmünze "900. Geburtstag Hildegard von Bingen") – Münz10DMBek 1998-04

(+++ Textnachweis ab: 2. 4.1998 +++)

1Auf Grund des § 6 des Gesetzes über die Ausprägung von Scheidemünzen in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 690-1, veröffentlichten bereinigten Fassung hat die Bundesregierung beschlossen, zum 900. Geburtstag von Hildegard von Bingen eine Bundesmünze (Gedenkmünze) im Nennwert von 10 Deutschen Mark prägen zu lassen.

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2Die Auflage der Münze beträgt 4,5 Millionen Stück, darunter 1,0 Millionen Stück in Spiegelglanz.
3Die Prägung in Normalausführung (Stempelglanz) erfolgt in der Prägestätte Karlsruhe der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg.
4Die Herstellung in Spiegelglanz wird von allen fünf deutschen Münzämtern zu gleichen Teilen realisiert.

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5Die Münze wird ab 16. April 1998 in den Verkehr gebracht.
6Sie besteht aus einer Legierung von 925 Tausendteilen Silber und 75 Tausendteilen Kupfer, hat einen Durchmesser von 32,5 Millimetern und eine Masse (Gewicht) von 15,5 Gramm.
7Das Gepräge auf beiden Seiten ist erhaben und wird von einem schützenden glatten Randstab umgeben.

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8Die Bildseite zeigt Hildegard von Bingen als Heilige und Äbtissin.
9Sie schreibt mit einem Griffel auf zwei zusammengebundene Wachstafeln.
10Die Hand Gottes und drei Strahlen aus einem Kreis inspirieren sie zur Niederschrift ihres ersten Hauptwerkes.
11Von dem Kreis ausgehend rahmt ein eckig gebrochenes Schriftband die Wachstafeln und trägt in gotischen Buchstaben den Titel des Werkes:
12"LIBER SCIVIAS DOMINI".

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13Die Umschrift lautet:
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"HILDEGARD VON BINGEN
*1098 + 1179".
Die Wertseite trägt einen Adler, die Jahreszahl 1998, das Münzzeichen "G" der Staatlichen Münze Karlsruhe und die Umschrift
"BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
10 DEUTSCHE MARK".

Bei den Münzen in der Qualität Spiegelglanz erscheinen die Münzzeichen "A", "D", "F", "G" und "J".

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15Der glatte Münzrand enthält in vertiefter Prägung die Inschrift:
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"WISSE DIE WEGE DES HERRN"
(deutsche Übersetzung von "LIBER SCIVIAS DOMINI").

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17Der Entwurf der Münze stammt von Herrn Carl Vezerfi-Clemm, München.

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18Der Bundesminister der Finanzen

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(nicht darstellbares Muster der Münze,

Fundstelle: BGBl. I 1998, 663)

Seite zuletzt aktualisiert am 20. Dezember '25