1Gemäß den §§ 2, 4 und 5 des Münzgesetzes vom 16. Dezember 1999 (BGBl. I S. 2402) hat die Bundesregierung beschlossen, eine 100-Euro-Sammlermünze „Der zerbrochne Krug (Kleist)“ prägen zu lassen.
2Die Münze bildet den zweiten Teil einer achtteiligen Serie „Meisterwerke der deutschen Literatur“, bei der im Zeitraum 2023 bis 2030 jährlich eine Münze erscheint.
3Die Serie stellt nicht den jeweiligen Autor in den Fokus, sondern das literarische Werk in seiner monumentalen Bedeutung für die deutsche Kultur.
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4Die Münze wird zu gleichen Teilen in den Münzstätten Berlin (Prägezeichen „A“), München (Prägezeichen „D“), Stuttgart (Prägezeichen „F“), Karlsruhe (Prägezeichen „G“) und Hamburg (Prägezeichen „J“) geprägt.
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5Sie besteht aus Gold mit einem Feingehalt von 999,9 Tausendteilen (Feingold), hat einen Durchmesser von 28 Millimetern und eine Masse von 15,55 Gramm.
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6Der Entwurf der Münze stammt von dem Künstler Bodo Broschat aus Berlin.
7Die Bildseite zeigt auf einem reich und fein gefüllten Münzrund eine dreigeteilte Szenerie.
8Im Zentrum steht die Gerichtsverhandlung, die die sechs wesentlichen Figuren des Lustspiels in lebendiger Aktion vorstellt.
9Zentral ist die Klägerin in Rückenansicht zu sehen, ihr gegenüber am oberen Münzrand, der Dorfrichter, der über seinen eigenen Fall zu Gericht sitzt.
10Auf den Seitenflügeln sind Auslöser und Ausgang der Handlung zu sehen.
11Der Krug, links unten im Münzfeld, kippt dem Betrachter optisch entgegen.
12Die Komposition ist wie ein Triptychon aufgebaut, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Geschehens verdichtet.
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13Die Wertseite korrespondiert mit ihrer Adlergestaltung in Komposition und Ausarbeitung mit der Bildseite.
14Sie zeigt ferner den Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, Wertziffer und Wertbezeichnung, die Jahreszahl „2024“, die zwölf Europasterne sowie – je nach Prägestätte – das Prägezeichen „A“, „D“, „F“, „G“ oder „J“.
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15Der Münzrand wird geriffelt ausgeführt.