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Verordnung über die Berufsausbildung zum Hörakustiker und zur Hörakustikerin – HörAkAusbV

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(1) Die Prüfung im Prüfungsbereich Hörsystemanpassung und Patientenberatung besteht aus zwei Teilen.

(2) 1Im ersten Teil soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,

1.
Versorgungsabläufe unter Berücksichtigung der rechtlichen Vorgaben und Rahmenbedingungen umzusetzen und zu dokumentieren,
2.
kommunikationspsychologische Strategien zu unterscheiden und adressatengerecht anzuwenden,
3.
pathophysiologische Vorgänge im Hörorgan zu beschreiben und bei der Hörsystemversorgung zu berücksichtigen und
4.
auf Grundlage des vorliegenden Hörbedarfs eine Vorauswahl der Hörsysteme und Hörassistenzsysteme zur vergleichenden Anpassung für Patientinnen und Patienten zu treffen.
Der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten.
2Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

(3) 1Im zweiten Teil soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,

1.
Versorgungsabläufe, rechtliche Vorgaben und Rahmenbedingungen den Patientinnen und Patienten zu erklären,
2.
Patientinnen und Patienten auf Grundlage des vorliegenden Hörbedarfs bei der Auswahl der Hörsysteme, Hörassistenzsysteme und Sonderversorgungen zu beraten,
3.
die psychosoziale Situation von Patientinnen und Patienten zu erkennen und im Beratungskontext zu berücksichtigen,
4.
Hörsysteme für die vergleichende Anpassung unter Berücksichtigung des Hörprofils, der audiologischen Gegebenheiten und der Wünsche von Patientinnen und Patienten auszuwählen,
5.
Anpassverfahren auszuwählen und Hörsysteme voreinzustellen,
6.
Hörsystemeinstellungen im Rahmen der Feinanpassung zu modifizieren und
7.
Hörassistenzsysteme und Zubehör nach patientenspezifischen Bedürfnissen auszuwählen und voreinzustellen.
Der Prüfling soll eine Arbeitsprobe durchführen.
2Während der Arbeitsprobe wird mit ihm ein situatives Fachgespräch geführt.
3Die Prüfungszeit beträgt insgesamt 30 Minuten.
4Das situative Fachgespräch dauert höchstens 15 Minuten.

(4) 1Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind die Bewertungen wie folgt zu gewichten:
2

1. die Bewertung für den ersten Teil mit40 Prozent,
2. die Bewertung für den zweiten Teil mit60 Prozent.

Geändert durch Art. 1 V v. 5.9.2016 I 2139
Seite zuletzt aktualisiert am 20. Dezember '25