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Verordnung über die Berufsausbildung zum Bäcker/zur Bäckerin – BäAusbV 2004

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(1) Die Gesellenprüfung, Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) 1In Teil A der Prüfung soll der Prüfling in insgesamt höchstens acht Stunden vier Arbeitsaufgaben durchführen sowie während dieser Zeit in insgesamt 15 Minuten hierüber ein Fachgespräch führen.
2Hierfür kommen folgende Arbeitsaufgaben in Betracht:
3

1.
Herstellen von Sauerteigbrot,
2.
Herstellen von Kleingebäck unterschiedlicher Teige und unterschiedlicher Formen,
3.
Herstellen von Backwarensnacks, Partykleingebäck oder kleinen Gerichten,
4.
Herstellen von Feinen Backwaren aus Teigen oder Massen,
5.
Herstellen einer Torte.
Die Arbeitsaufgaben 1 bis 3 sind verpflichtend zu bearbeiten.
4Von der Arbeitsaufgaben 4 und 5 ist eine zu wählen.
5Durch die Durchführung der Arbeitsaufgaben und das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, ökologischer und zeitlicher Vorgaben im Hinblick auf Kundenerwartungen selbständig planen, umsetzen und präsentieren, Sicherheit, Gesundheitsschutz und Hygiene bei der Arbeit berücksichtigen, Kundenaufträge annehmen, Kunden beraten, die für die Arbeitsaufgaben relevanten fachlichen Hintergründe aufzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Durchführung der Arbeitsaufgaben begründen kann.

(3) 1In Teil B der Prüfung soll der Prüfling Aufgaben aus folgenden Prüfungsbereichen schriftlich bearbeiten:
2

1.
Warenwirtschaft und Produktionstechnik von Backwaren und kleinen Gerichten,
2.
Betriebswirtschaftliches Handeln,
3.
Wirtschafts- und Sozialkunde.
In den Prüfungsbereichen
1.
Warenwirtschaft und Produktionstechnik von Backwaren und kleinen Gerichten und
2.
Betriebswirtschaftliches Handeln
sind insbesondere produktbezogene Problemstellungen mit verknüpften planerischen, technologischen, mathematischen und hygienebezogenen Sachverhalten zu analysieren, zu bewerten und Lösungswege darzustellen.
3Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde kommen Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
4

Allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge aus der Berufs- und Arbeitswelt.

(4) 1Für Teil B der Prüfung ist von folgenden zeitlichen Höchstwerten auszugehen:
2


1. Warenwirtschaft und Produktionstechnik von Backwaren und kleinen Gerichten 180 Minuten,
2. Betriebswirtschaftliches Handeln 120 Minuten,
3. Wirtschafts- und Sozialkunde 60 Minuten.

(5) 1Innerhalb des Teils B der Prüfung sind die Prüfungsbereiche wie folgt zu gewichten:
2


1. Warenwirtschaft und Produktionstechnik von Backwaren und kleinen Gerichten 50 Prozent,
2. Betriebswirtschaftliches Handeln 30 Prozent,
3. Wirtschafts- und Sozialkunde 20 Prozent.

(6) 1Teil B der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in den einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann.
2Bei der Ermittlung der Ergebnisse für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind die jeweiligen bisherigen Ergebnisse und die entsprechenden Ergebnisse der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 :
31 zu gewichten.

(7) 1Die Prüfung ist bestanden, wenn

1.
im Prüfungsteil A und
2.
im Prüfungsteil B
jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden.
2In zwei der Prüfungsbereiche des Prüfungsteils B müssen mindestens ausreichende Leistungen, in dem weiteren Prüfungsbereich des Prüfungsteils B dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht worden sein.

Geändert durch Art. 1 V v. 8.2.2016 I 179
Seite zuletzt aktualisiert am 20. Dezember '25